Stille

Stille liegt über das Stadt – es findet kein öffentliches Leben mehr statt.

Kinder bleiben zu Haus – Ältere gehen nicht mehr raus.

Urlaub abgesagt – Erholung vertagt!

Habe Furcht vor dem Menschen nebenan, obwohl ich ihn gut leiden kann!

Angst vor meinen Liebsten – kein Besuch kein Kuss, weil ich von meinen Liebsten Abstand halten muss.

Virus fasst mich nicht an, weil ich Dir nicht widerstehen kann.

Eine nette Geste in dieser Zeit – Zeit für Menschlichkeit!

Ich werde meinen Nachbarn mit andren Augen sehen, wenn wir diese Krise überstehen.

Vom irrationalen Handeln in den Zeiten einer Krise

Macht es Sinn, Nudeln zu horten? Macht es Sinn, Klopapier zu horten? Macht es Sinn, Gewürze zu horten?

Beim betrachten leerer Regale in meinem nahe gelegenen Supermarkt frage ich mich immer: Was haben sich die Menschen, die dieses Regal leer gekauft haben, dabei gedacht?

Wurden zu Anfang über Nudeln und Klopapier noch Witze gemacht, nimmt die Hamsterei mittlerweile skurrile Züge an:

  • Frischmilch hat eine zeitlich begrenzte Haltbarkeit. Spätestens, wenn sich die Packung aufbläht, ist es Zeit sie zu entsorgen.
  • Mehl ist zwar länger haltbar als Frischmilch, muss aber vor Schädlingsbefall geschützt werden. Da reicht es nicht, das Mehl im Schrank oder Keller verschwinden zu lassen.
  • Wenn man nicht weiß, wie man Sauerteig ansetzt und dann damit ein Brot backt, macht es keinen Sinn, Mehl zu kaufen, wenn es keine Trockenhefe mehr gibt. Übrigens: der Bäcker verkauft fertiges Brot!
  • Toastbrot hat auch nur eine begrenzte Haltbarkeit. Einfrieren wird wohl nicht mehr gehen, da der Tiefkühlschrank ja schon mit Erbsen und Möhren gefüllt ist.
  • Es ist mir bestimmt entgangen, dass man mit Öl und Essig etwas anderes machen kann als Salate anzumachen und etwas anzubraten. Warum sollte ich also einen Vorrat an Essig und Öl anlegen?
  • Ketchup ist eine durchaus schmackhafte Sache. Wenn ich aber schon Nudeln horte, könnte ich mir doch eine leckere Tomatensauce dazu kochen. Ach ja, Dosentomaten sind ja auch aus – frische Tomaten bleiben aber in der Auslage liegen.

Macht es Sinn, Nudeln zu horten? Macht es Sinn, Klopapier zu horten? Macht es Sinn, Gewürze zu horten?

Ja, denn ich habe es bevor es mir jemand wegnehmen kann! Nudeln und Klopapier kann man immer brauchen…

In den letzten Tagen habe ich wieder viel über meine Mitmenschen gelernt bzw. kann sie jetzt etwas besser einschätzen. Also hat diese Pandemie zumindest für mich etwas „gutes“.

Bleibt gesund!

Wer stoppt diese braune Pest?

Das Björn (Bernd) Höcke externer Link zur Wikipedia ein rechtsextremer Mensch ist, sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Es mag sein, dass Menschen die AfD wählen, weil sie glauben, dass diese „Partei“ in diesem Land etwas ändern wird. Aber die AfD besteht auch aus Menschen wie eben Herrn Höcke und kann daher als „Alternative“ für Deutschland gar nicht in Betracht gezogen werden! Die Wortwahl von Herrn Höcke ist dadurch geprägt, dass er sprachlich „feine“ Aussagen macht und dadurch seinen Worten eine bestimmte „Richtung“ verleiht. So wie hier:

„Das die, die nicht in der Lage sind, das wichtigste zu leben… Auch mal AUSgeSCHWITZT werden sollten.“

Ein unerträglicher Jubel und „Deutschland Deutschland“-Rufe begleiten diese Aussage. Einfach nur widerlich! Wer jetzt noch nicht erkannt hat, wohin die Reise mit der AfD geht, dem ist nicht mehr zu helfen.

Geiz in Zeiten der Panik

Die Angst vor dem Coronavirus greift um sich! Nun hat sie die Regale der Supermärkte erreicht. Bei unserem heutigen Besuch in drei Supermärkten fielen uns Regale auf, in den ganze Produkte nicht mehr vorhanden waren:

Ein Aldi-Markt in Bochum – Nudeln fast Fehlanzeige

Ein Edeka-Markt in Bochum – Nudeln ebenfalls (fast) Fehlanzeige

Ähnlich sah es bei Mehl, Taschentüchern, MIlchreis, Sauerkraut in Dosen, Tomanten in Dosen, Müllbeuteln (!!) und Margarine aus. Von Einweghandschuhen wollen wir jetzt nicht reden 😉

Auffallend, dass die Menschen zuerst die „billigen“ Lebensmittel abgreifen. Offensichtlich setzt sich der deutsche Zwang zum sparen bei Lebensmitteln auch in solchen Situationen durch… Pasta von Barilla sind 10 Cent teurer und bleiben liegen. Vermutlich denken Menschen in solchen Situationen auch nicht über eine gesunde Ernährungsweise nach. Vollkorn-Pasta und sogar Dinkel-Vollkorn-Pasta (meine liebste Pastasorte) kann man jetzt noch kaufen.

[/Sarkasmus on] Wenn alle Mitarbeiter der Stadtwerke am Virus erkrankt sind oder unter Quarantäne gestellt werden, gibt wohl auch keine Elektrizität mehr… Kerzen und Teelichter waren aber überall noch zu haben! [/Sarkasmus off].

Menschen (und wohl insbesondere Deutsche) sind schon eine Spezies, die oft zu Nachdenken anregt. Zeit, bei einem kühlen Bier zu philosophieren…

Balkonbesetzer

Auf dem Balkon meines Nachbarn haben sich zwei Tauben ihr Nest gebaut. Nun sitzt Frau Taube dort geduldig und brütet

Einen kurzen Blick auf die zwei Eier im Nest konnte ich schon erhaschen

Die jungen Tauben sind auch schon geschlüpft, haben sich aber bisher standhaft geweigert, sich ablichten zu lassen – mal sehen, wann das klappt.

Camembert im Hackmantel mit Bacon-Überzieher

Hack, Camembert und Bacon sind dankbare Zutaten, um daraus eine schmackhafte Mahlzeit zu machen! Wir hatten im Kühlschrank noch einen Camembert aus der Normandie (bei uns liebevoll „Deckchenkäse“ genannt), welcher die auf der Packung angepriesenen „Frohen Festtage“ schon überlebt hatte.

Le Rustique – Camembert aus der Normandie

Wegen des intensiven Geruches musste er schon in Einzelhaft genommen werden 😉

Weitere Zutaten sind:

  • 750 gr. gemischtes Hackfleisch
  • 1 Ei
  • Salz & Pfeffer, Majoran, Thymian, Knoblauch (alles nach Geschmack)
  • scharfes Paprikamark (optional)
  • 3 Packungen „Frühstücksspeck“ aka Bacon

Die weiteren Zutaten

Bei der Würzung für das Hack kann man sich gut an der eigenen Würzung für Frikadellen orientieren, allerdings kommt keine Zwiebel und kein Brötchen / Semmelbrösel an den Hackteig.

Zuerst wurde aus dem Bacon ein Netz gelegt. Damit die Arbeitsplatte nicht zu sehr eingefettet wird, habe ich etwas Frischhaltefolie untergelegt

Bacon zu einem Netz „geflochten“

Der Hackteig wurde mit allen Zutaten gut verknetet

Die fertige Hackmasse

Jetzt wird ein gutes Drittel davon auf dem Bacon-Netz platziert

Hack auf dem Bacon-Netz

darauf wird nun der Camembert gesetzt

und mit dem restlichen Hack rundherum eingepackt, der Bacon durch anheben der Frischhaltefolie an das Hack gedrückt

und mit dem restlichen Bacon werden die noch offenen Stellen verschlossen

fertig!

Um den Backofen vor größeren Verschmutzungen zu schützen, und um beim Anschnitt keinen Saft zu verlieren, habe ich den „Braten“ in eine Steingutform „umgebettet“ – dank der Frischhaltefolie kein Problem

Im Bett 😉

Nun geht es bei ca. 175°C (Umluft) für rund 1 1/2 Std. in den Backofen. Zur Grillsaison (heute passte das Wetter wirklich nicht!) wäre diese Temperatur und eine indirekte Position im Grill passend. Nach dieser zeit sah es bei meinem Camembert im Hackmantel so aus

Fertig! Es kann gegessen werden

Das Einlegen in die Form hat den Backofen sauber gehalten!

Flüssigkeit zum stippen

„tranchieren“ und auf den Teller damit

Fast servierfertig

Bei uns gab es ein Brötchen dazu – ideal um die herzhafte Sauce / Saft zu „stippen“

Essen ist fertig!

Von Hackern und Angriffen auf die Demokratie

„Hacker“ haben Telefonnummern, Chats und andere persönliche Informationen über Politiker und Personen des öffentlichen Lebens „entwendet“ und als „Überraschung“ in Form eines Adventskalenders auf Twitter veröffentlicht. Dabei ist nicht die Tatsache des „hackens“ bedeutsam, sondern wie damit von Seiten der betroffenen Personen (jetzt sind die Politiker gemeint) damit umgegangen wird.

Die Justizministerin will prüfen „inwieweit hier schärfere gesetzliche Vorgaben sinnvoll und erforderlich sind“; für eine höchstmögliche Datensicherheit sei eine „starke Sensibilisierung beim Umgang mit persönlichen Daten unerlässlich“ externer Link.

  • Ja! ein sensibler Umgang mit den eigenen Daten und ein wenig Nachdenken, welchem Dienst man seine persönlichen Daten anvertraut, ist angebracht!
  • Nein! Eine personelle Verstärkung des BSI ist aus diesem Grund nicht erforderlich. Das BSI ist nicht dafür da, die Daten von Politikern zu schützen. Das muss jede / jeder von uns selbst tun. Twitter, Facebook, WhatsApp, Google & Co. sind private Anbieter von kostenlosen Diensten – sie „verdienen“ an den persönlichen Daten, die man ihnen freiwillig überlässt! Aus gutem Grund gibt es Telekommunikationsanbieter, die einer gesetzlichen Regulierung unterliegen…
  • Nein! Eine Vorratsdatenspeicherung hätte diesen „Vorfall“ nicht verhindert.
  • Nein! Ein Angriff „auf die Demokratie“ ist es nicht, wenn Telefonnummern und Einzugsermächtigungen geleakt werden.

Vielleicht führt dieser Vorfall dazu, dass die Politik und der öffentliche Sektor einmal verstärkt darüber nachdenken, ob es sinnvoll ist, die IT eines Landes einem Großkonzern aus den USA anzuvertrauen und alles in die Cloud zu schieben. Für kommende Projekte (ich denke da nur an Gesundheitsdaten) führt es hoffentlich dazu, dass die bisherige Sichtweise (z.B. De-Mail wird für „sicher“ erklärt) kritisch hinterfragt wird!