Mondgang – 2. Versuch

Wie hier bereits gezeigt, versuche ich mich ab und an mit der Montage von Intervallaufnahmen in GIMP. Nach der Mondfinsternis am 27. Juli bot sich am 29. wieder ein sehr schöner Mond. Ein Einladung, erneut eine Serie von Aufnahmen durch die Kamera anfertigen zu lassen. Die Montage erfolgte wieder in GIMP mit der Funktion übereinander gelegter Ebenen.

Warum der Mond eine Aura bekommt habe ich noch nicht herausgefunden. Evtl. liegt es am (Behelfs)Stativ, welches nicht stabil genug ist?

Mondfinsternis 2018 – Meine Bilder

Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass die „Lichtverschmutzung“ hier im Pott so groß ist, dass man Probleme hat, die Mondfinsternis zu fotografieren! Ich hatte mich um kurz nach 21:00 Uhr auf dem (Flach)Dach unseres Hauses postiert, um ohne störende Elemente den Mond fotografieren zu können (siehe Beitrag „Pole Position“).

Nachdem ich schon sehr unruhig wurde, konnte ich schließlich um 22:12 Uhr zum ersten Mal erahnen, wo der Mond steht. Ich hatte also vom Mondaufgang her gesehen fast eine Stunde warten müssen. Das montierte Panasonic H-FS35100 brachte mich leider nicht weiter, da es mir nicht gelang, den Mond überhaupt damit im Sucher zu entdecken – vom scharf stellen ganz zu schweigen. Also habe ich umdisponiert und das Olympus 45/1.8 montiert. Damit sind mir dann die folgenden Aufnahmen „gelungen“.

Olympus E-M10 MKII, Olympus 45/1.8. Blende 1.8, 1.0 sek, ISO 800 (nur skaliertes JPG)

Hier der Mond nach dem Austritt aus dem Erdschatten. Hier wurden mit GIMP der Schwarz- und der Weißpunkt manuell gesetzt.

Olympus E-M10 MKII, Olympus 45/1.8. F 1.8, 2 sek., ISO 800. 50% Crop des JPG

Dafür, dass so eine Konstellation erst in 105.000 Jahren wieder zu sehen ist, war ich ganz zufrieden 😉

Mildessa „BBQ-Kraut“ von Hengstenberg

Unter der griffigen Bezeichnung „BBQ-Kraut“ bietet Hengstenberg im Einzelhandel etwas neues an:

Der Aufdruck auf der Verpackung verspricht:

Nun ja, „rauchig“, „würzig“ und „pikant“ sind ja schon mal Attribute, bei denen man an etwas herzhaft gegrilltes denkt (womöglich noch mit etwas Rauch aus einem Räucherpäckchen oder der Räucherbox?). Passend dazu zeigt die Verpackung auch einen Burger, welcher mit diesem Kraut belegt wurde. Die Piktogramme legen auch eine Verwendung bei „Würstchen im Brötchen“ und zum Steak nahe. Der Blick auf die Zutaten offenbart nichts neues an Gewürzen oder Zutaten (außer dem üblichen Chemie-Zeugs, welches für die Haltbarkeit und Farbe zuständig ist).

Immerhin ist das Kraut frei von Sachen, die manche Menschen „krank“ machen und würde als „vegan“ auch zur Tofu-Wurst passen.

So, genug der Vorrede und eine wichtige Feststellung:

Ich habe den Beutel mit dem Kraut beim Händler gegen Geld erstanden – also kein kostenlos zur Verfügung gestelltes Produkt! Ich habe nichts gegen die Firma Hengstenberg – Gurken können sie da schon einwecken… Ich gebe hier also meine eigene Meinung wieder!

Ich habe Würstchen von Dönninghaus zubereitet. Da ich etwas in Eile war, habe ich diese nicht gegrillt, sondern in der Pfanne zubereitet. Dazu gab es Pommes-Frites aus dem Backofen und eine selbst gemachte Sauce (Cherry-Chipotle). Das Kraut fand seinen Platz neben der Wurst und fiel dort mit seiner etwas helleren Farbe kaum auf

Nun kam der große Augenblick! Etwas von diesem Kraut probieren („rauchig“, „würzig“ und „pikant“). Eine Gabel voll wanderte in meinen Mund und erzeugte dort… Ja, was? Ich möchte es nicht detailliert beschreiben, aber das war kein „knackiges“ Kraut (hatte ich erwartet), sondern ein fast zerkochte Pampe. „Rauchig“? – Fehlanzeige, kein bisschen Rauchgeschmack; noch nicht einmal etwas von diesem Rauchgeschmack aus der Flasche oder von zugefügtem Rauchsalz. „Würzig“? – Fehlanzeige; offensichtlich keine Gewürze hinzugefügt. „Pikant“? – Fehlanzeige! Pikant hätte für mich ein etwas von „Schärfe“ bedeutet, aber dieses Kraut kann man als Babybrei verwenden! In meinen Augen ein Zumutung, für so ein Produkt mit diesen Attributen zu werben!

Ich würde als Alternative einen Berg Zwiebeln in Ringe geschnitten empfehlen. Ordentlich mit Salz und Pfeffer und einer guten (von mir aus auch fertigen) BBQ-Sauce gewürzt und in der Pfanne geschmort. Dann kann man Biss, Würze und „pikant“ selbst bestimmen und steht auch nur ein paar Minuten in Küche bzw. am Herd oder Grill.

Falls jemand von Hengstenberg das hier lesen sollte, hier die Chargen-Nr.:

Den Versuch mit der zweiten Variante „Sweet Golden Curry Mango“ werde ich mir ersparen – obwohl: geht es noch schlechter? Eigentlich ja nicht.

Von Servern, Kompetenz und Reputation

Dieser Blog wurde bis heute Mittag durch domainfactory (df) gehostet. Ein Unternehmen, mit dessen Leistung ich 15 Jahre  lang zufrieden war.

Als Google begann, beim Ranking den Faktor SSL-Verschlüsselung zu berücksichtigen und die DS-GVO in Kraft trat, begann ich mir Gedanken um ein SSL-Zertifikat zu machen. Schnell stieß ich auf Letsencrypt und schaute nach, ob df das unterstützt. Leider Fehlanzeige, aber für 1,99 EUR im Monat kann man ein Zertifikat kaufen…

Samstag Nacht erhielt ich eine Mail von df, in der ich darüber informiert wurde, dass durch einen „Sicherheitsvorfall“ Kundendaten in unbefugte Hände (bzw. Festplatten) gelangt sind. Schock!

Das df mittlerweile zu HostEurope und damit zu Godaddy gehört, erfuhr ich dann aus verschiedenen Beiträgen im Heise-Forum. Auch, dass die Technikbetreuung an eine Firma mit Sitz in der Ukraine ausgegliedert wurde.

Seitdem ziehen meine Domains zu einem neuen Webhoster um (webgo), der Server in Deutschland mit eigenem Personal betreibt. Und ein Letsencrypt-Zertifikat gibt es hier auch (siehe grünes Schloss in der Adresszeile) . Und einen Preis, der mit dem von df vergleichbar ist.

Wenn alle Domains hierhin umgezogen sind, heißt es „Bye bye df!“. Man kann tief fallen, wenn man versucht aus Kunden, Technik und Personal das letzte herauszuquetschen. Meiner Meinung nach hat df gerade zum Sturzflug angesetzt.

Update 18.7.2018: Das die letzte noch bei df verbliebene Domain heute morgen mit einem Datenbankfehler nicht erreichbar und die FTP-Server mit neuen Zertifikaten ausgestattet werden aber trotzdem nicht erreichbar sind, lässt das schlechte Licht noch etwas heller strahlen…

Die fleißige Biene

Ich bin immer wieder erstaunt, welche Qualität die Kit-Linse 12-50 f3.5-6.3 liefert. Sie gehört zwar im Kit zur „großen“ E-M1 (u.a. weil das Objektiv abgedichtet ist), aber die Fotos können sich wirklich sehen lassen. Im Moment (wegen der meist guten Lichtverhältnisse) mein „immer-drauf“Glas“.

Olxmpus E-M10 MKII, 12-50 3.5-6.3 . F 6, 1/400 mit ISO 200. 100% Crop des Originals

Guter Mond, du gehst…

so stille durch die Abendwolken hin externer Link

Dieses bekannt deutsche Volkslied kam mir in den Sinn, als ich heute eine Serie von Timer-Aufnahmen von der Speicherkarte meiner Kamera auf die Festplatte meines Rechners kopierte

Mondgang
Die Aufnahmen wurden in der Zeit von 21:55 bis 22:40 im Abstand von jeweils 4 Minuten aufgenommen. Fokussiert wurde die erste Aufnahme manuell, die Kamera war auf einem Stativ befestigt. Die 13 Aufnahmen wurden in GIMP als Ebenen übereinander gelegt und mittels „Nur Aufhellen“ zusammengefügt. Beim nächsten Versuch werde ich die Belichtung ebenfalls manuell einstellen, da bei der Blendenautomatik der Mond etwas „überstrahlt“.