Von Servern, Kompetenz und Reputation

Dieser Blog wurde bis heute Mittag durch domainfactory (df) gehostet. Ein Unternehmen, mit dessen Leistung ich 15 Jahre  lang zufrieden war.

Als Google begann, beim Ranking den Faktor SSL-Verschlüsselung zu berücksichtigen und die DS-GVO in Kraft trat, begann ich mir Gedanken um ein SSL-Zertifikat zu machen. Schnell stieß ich auf Letsencrypt und schaute nach, ob df das unterstützt. Leider Fehlanzeige, aber für 1,99 EUR im Monat kann man ein Zertifikat kaufen…

Samstag Nacht erhielt ich eine Mail von df, in der ich darüber informiert wurde, dass durch einen „Sicherheitsvorfall“ Kundendaten in unbefugte Hände (bzw. Festplatten) gelangt sind. Schock!

Das df mittlerweile zu HostEurope und damit zu Godaddy gehört, erfuhr ich dann aus verschiedenen Beiträgen im Heise-Forum. Auch, dass die Technikbetreuung an eine Firma mit Sitz in der Ukraine ausgegliedert wurde.

Seitdem ziehen meine Domains zu einem neuen Webhoster um (webgo), der Server in Deutschland mit eigenem Personal betreibt. Und ein Letsencrypt-Zertifikat gibt es hier auch (siehe grünes Schloss in der Adresszeile) . Und einen Preis, der mit dem von df vergleichbar ist.

Wenn alle Domains hierhin umgezogen sind, heißt es „Bye bye df!“. Man kann tief fallen, wenn man versucht aus Kunden, Technik und Personal das letzte herauszuquetschen. Meiner Meinung nach hat df gerade zum Sturzflug angesetzt.

Die fleißige Biene

Ich bin immer wieder erstaunt, welche Qualität die Kit-Linse 12-50 f3.5-6.3 liefert. Sie gehört zwar im Kit zur „großen“ E-M1 (u.a. weil das Objektiv abgedichtet ist), aber die Fotos können sich wirklich sehen lassen. Im Moment (wegen der meist guten Lichtverhältnisse) mein „immer-drauf“Glas“.

Olxmpus E-M10 MKII, 12-50 3.5-6.3 . F 6, 1/400 mit ISO 200. 100% Crop des Originals

Guter Mond, du gehst…

so stille durch die Abendwolken hin externer Link

Dieses bekannt deutsche Volkslied kam mir in den Sinn, als ich heute eine Serie von Timer-Aufnahmen von der Speicherkarte meiner Kamera auf die Festplatte meines Rechners kopierte

Mondgang
Die Aufnahmen wurden in der Zeit von 21:55 bis 22:40 im Abstand von jeweils 4 Minuten aufgenommen. Fokussiert wurde die erste Aufnahme manuell, die Kamera war auf einem Stativ befestigt. Die 13 Aufnahmen wurden in GIMP als Ebenen übereinander gelegt und mittels „Nur Aufhellen“ zusammengefügt. Beim nächsten Versuch werde ich die Belichtung ebenfalls manuell einstellen, da bei der Blendenautomatik der Mond etwas „überstrahlt“.

Bulgur-Salat

Soll es einmal fleischlos sein? Oder soll es mal eine Abwechslung bei den Beilagen sein?

Ich habe heute einen lauwarmen Bulgur-Salat zubereitet, in dem Zwiebeln, Knoblauch, zwei Chilis, Cherrytomaten und ein Rest getrocknete Tomaten in Öl waren. Gewürzt habe ich mit Ras-El-Hanout.. Der Salat kann auch gut für eine Resteverwertung genutzt werden…

Grundrezept für 2 Personen als Hauptmahlzeit oder 4 Personen als Beilage:

  • 1 Kaffepot (ca. 250 gr.) Bulgur
  • die 1 1/2-fache Menge Wasser

Den Bulgur in einen Topf geben, ggf. salzen oder etwas Gemüsebrühepulver dazugeben. Das Wasser aufgießen und alles auf höchster Stufe zum kochen bringen. Jetzt den Topf abdecken und den Herd auf kleinste Stufe stellen. Nach 20 Minuten sollte der Bulgur ausgequollen sein.

In der Zwischenzeit die übrigen Zutaten (nach Gusto oder Vorrat im Kühlschrank) zubereiten:

  • 1-2 kleine Zwiebeln fein gehackt
  • 1-X Knoblauchzehen fein gekackt
  • Tomaten geviertelt
  • Paprika in kleine Würfel geschnitten
  • Zucchini in kleine Würfel geschnitten
  • oder, oder, oder

Die Zutaten in Olivenöl anschwitzen und den gequollenen Bulgur dazugeben. Alles gut vermischen und würzen. Dazu eignen sich Ras-El-Hanout, Curry oder einfach nur Salz&Pfeffer. Oder exotisch frische Minze oder Koriander oder Nar-Exsili (Granatapfelsirup) oder Sesamöl von gerösteten Sesamkörnern. Dazu passt auch gut eine Joghurt-Sauce mit Knoblauch oder frischer Minze!

HDR mit macrofusion

Nach meinen Ausflügen in die Anwendung von CombineZP und dem stacken von Makroaufnahmen hat mich die Bildbearbeitung wieder so interessiert, dass ich in meinem digitalen Fotoschatz nach anderen Anwendungsmöglichkeiten gesucht habe. Dabei fielen mir Aufnahmen (Belichtungsreihen, angefertigt mit einer Samsung NV8) eines Sonnenuntergangs auf der Insel Föhr aus dem Jahr 2010 „In die Hand“, die ich mit macrofusion (unter Linux Mint) zu einem HDR-Bild verarbeitet habe. Ich finde das Ergebnis so gelungen, dass ich gleiches demnächst mit meiner Olympus versuchen werde.

HDR-Bild, angefertigt mit macrofusion unter Linux Mint

Makroaufnahmen stacken mit CombineZP

Wie im vorigen Beitrag beschrieben, habe ich mich in den letzten Tagen mit meinem neuen Objektiv und der Möglichkeit, Makro-Aufnahmen zu machen, beschäftigt. Hier mal drei Fotos, die eindrucksvoll beweisen, was mit entsprechender Software möglich ist.

Im ersten Foto liegt der Fokuspunkt auf der linken Münze:

Fokus auf der linken Münze

Jetzt liegt der Fokus auf der rechten Münze

Fokus auf der rechten Münze

Der Abstand der Münzen zueinander beträgt etwa 2/3 des Durchmessers eines 2-Euro-Stückes, also ca. 2cm. Nun habe ich mit der Focus-Bracketing-Funktion der OM-D E-M10 MKII 5 Fotos gemacht, die mit einem Abstand (Fokusunterschied)  von „2“ angefertigt wurden. Die Kamera lag auf dem Tisch auf, die passende Höhe wurde durch untergelegtes Papier „eingestellt“. Der Fokus lag auf der linken Münze, die Kamera lässt den Fokus nach hinten wandern. Die JPEGs wurde in CombineZP geladen und zu einem Stack verrrechnet. Dabei wurde die Standardeinstellungen verwendet. Nach dem stacken wurde das Bild in CombineZP beschnitten:

Das Ergebnis

Objektiv: Olympus 12-50 1:3.5-6.3 Macro [Update]

Um mal wieder Macro-Aufnahmen machen zu können, habe ich mir das Angebot an mFT-Objektiven angesehen und mich entschlossen, nach einem Olympus M.Zuiko Digital 12-50 1:3.5-6.3 zu suchen. Eine 30mm Festbrennweite mit Maco-Funktion wäre auch noch in die engere Wahl gekommen, hätte aber bei den vorhandenen Objektiven (25/1.8, 45/1.8, 12-42 Pancake und Panasonic 35-100) zu viele Überschneidungen gebracht. Also sollte es das 12-50 werden, welches zwar recht lichtschwach ist, aber als „Schönwetterlinse“ auch für die Fototour geeignet ist.

Nachdem ich nun einige Tage mit dem Objektiv „gespielt“ habe, kam mir heute ein lohnenswertes Motiv auf dem Balkon vor die Linse

OM-D E-M10 MKII, Olympus 12-50 bei f6.0, 1/10, ISO 200. Bild auf 1200×900 px skaliert.

Neben dem recht ansehnlichen Bokeh gefällt mir die wirklich gute Auflösung

100% Crop aus dem obigen Bild auf 1200px in der Breite skaliert

Abgesehen vom „störenden“ Katzennetz (aber wo hätte der Insekt sonst landen sollen?), wäre hier eine gestacktes Macro natürlich noch eindrucksvoller geworden. Versuche mit Focus-Stacking (DOF) habe ich schon gemacht, aber da braucht es noch etwas an Übung mit dem fotographieren und der Software…

Und weil es mir keine Ruhe ließ, habe ich mich heute noch einmal an einem Stack versucht. Er besteht aus 15 Einzelaufnahmen, die mit der Funktion „Focus Bracketing“ im Macro-Modus des Objektivs mit einer Schrittweite von „2“ angefertigt wurden. Als Software habe ich CombineZP in einer (virtuellen) Windows-Maschine benutzt. Die Bilder wurden vor dem stacken nicht verkleinert oder bearbeitet. Das Ergebnis wurde in CombineZP beschnitten.

Stack aus 15 Fotos

Als ungeübter Betrachter würden mich evtl. an den etwas weichen Kanten stören; es fehtl etwas an „Knackigkeit“, ansonsten „schick“.

Zoodels – Nudeln aus Zucchini

Es müssen ja nicht immer klassische Nudeln aus Hartweizengrieß sein. „Nudeln“ mit Ei kommen bei uns schon lange nicht mehr auf den Tisch – wir bevorzugen Pasta aus Hartweizengrieß ohne weitere Zutaten. Gerne auch in der Vollkorn-Version.

Schon länger hatte ich mit einem „Spirelli“ geliebäugelt, einem dieser Küchengeräte, die man nicht unbedingt benötigt (es gibt schließlich scharfe Messer!), die aber nach dem Kauf auch ausprobiert werden wollen. Hier also meine Art von Zoodels, die im Prinzip auf der Idee von „Spaghetti Aglio, Olio con Peperoncini“ basiert:

  • 2 Zucchini (reichen für 2 gute Portionen)
  • 3-4 Knoblauchzehen (nach Geschmack auch mehr, weniger oder keine)
  • 1-2 Chilis (nach Geschmack)
  • 1 Pack Feta (bitte nicht den billigen „Hirtenkäse“, sondern Feta aus Schaf- bzw. Ziegenmilch)
  • gutes Olivenöl,
  • Salz
  • Kräuter nach belieben (Petersilie, Oregano, wer mag Koriander)
  • ggf. Salz und Pfeffer

Die Zucchini werden gewaschen, abgetrocknet und mit dem Spiralschneider zu dünnen Streifen verarbeitet. Dann salzen und mindestens 30 Minuten ziehen lassen, damit das Wasser entzogen wird

in Streifen geschnittene Zucchini

Nun werden der Knoblauch, die Chilis und die Kräuter zerkleinert

Knobi, Chili und Kräuter

Der Feta wird mit einer Gabel zerbröselt

Feta zerbröselt

Nun werden die Zoodels in einem Sieb gut ausgedrückt. Man kann sie auch in ein Küchentuch geben und vorsichtig „auswringen“. In einer Pfanne wird eine gute Menge Olivenöl erhitzt und der Knobi und die Chili werden etwas angeschwitzt. Dann kommen die Zoodels dazu und werden ebenfalls bei etwas höherer Hitze angeschwitzt. Da sie noch „Biss“ haben sollen, geht das recht schnell. Nun kommt der Feta dazu. War der kein Hirtenkäse aus Kuhmilch in Salzlake, sollte er recht schnell in einen flüssigen Zustand übergehen und sich mit dem restlichen Wasser aus den Zucchinis zu einer sämigen Sauce verbinden. Nun nach belieben mit Salz (vorsichtig!), Pfeffer und anderen Gewürzen abschmecken. Bei mir war es noch eine Prise Ras-El-Hanout, gesalzen habe ich nicht mehr, da die Masse durch den Feta und das Salz zum „entsaften“ schon ziemlich ausgewogen schmeckte. Und schon kann serviert werden!

Zoodels mit Hähnchenbrust

Bei uns waren die Zoodels Beilage zu einer Kikok-Hähnchenbrust, welche nur mit meinem Standard-Gewürz für Hänchen bepudert war.

Fazit: Es schnelles leckeres Gemüsegericht, welches mir sehr gut geschmeckt hat. Den Schneider werde ich auch noch mit anderen Gemüsen und zu anderen Anlässen ausprobieren.