Kleine „Bastelei“ mit Open-Letters

Für eine andere von mir betreute Webseite wollte (musste) ich den Versand eines Newsletters organisieren. Es standen zur Auswahl:

Nutzung einer „Verteilerliste“ in Thunderbird

Das vorhandene Adressbuch kann genutzt werden, um eine neue Liste zu erstellen; einfach per Drag&Drop die gewünschten E-Mail-Adressen in die Liste ziehen. Die Gestaltung des Newsletters ist relativ unflexibel (entweder Plain-Text oder HTML) und wenn die Liste der Empfänger größer wird macht der Provider schon mal „zu“. Bei mir tauchte zusätzlich das Problem auf, dass eine nicht zustellbare Mail (z.B. bei vollem Postfach) dazu führte, dass alle Mails nicht versandt wurden…

Nutzung eine Newsletter-Dienstes (z.B. Mailchimp)

Kam von vornherein nicht in Frage, da zur Übermittlung der Empfängerdaten an den Dienst die Zustimmung der betroffenen Personen erforderlich ist. Außerdem würde das bei den meisten Diensten eine Übermittlung dieser Daten in die USA bedeuten…

Nutzung eines „eigenen“ Dienstes

Letztlich blieb nur noch ein „eigener“ Dienst übrig. Auch WordPress-Plugins schieden aus, da sich hier meistens die gleiche Problematik wie bei Newsletter-Diensten ergibt. Eine Suche nach entsprechender Software führte mich zu Open-Letters externer Link, einem Newslettersystem, welches als Open Source verfügbar ist.

Die Installation und Anpassung von Open-Letters

Der Download geht schnell, das Paket enthält eine Dokumentation; auch die Webseite bietet eine Dokumentation – also frisch an’s Werk und die Dateien auf den Webspace geladen und nach der Doku mit den richtigen Rechten versehen. Der Import der Datenbank über PHPMyAdmin „stotterte“ etwas, aber in einem zweiten Durchgang wurde die Datenbank fehlerfrei importiert. Nun folgt ein Update der Datenbank mittels eines php-Scriptes, welches zum Paket gehört. Zu meiner Verblüffung wurde ich nach einem Benutzernamen und einem Passwort gefragt, welches ich aber nicht vergeben hatte und auch nirgendwo finden konnte… Nachdem ich das Script mehrfach aufgerufen hatte kam auch keine weitere Sicherheitsabfrage mehr und „mein“ Server teilte mir mit, dass ich mich an den Webmaster wenden sollte, um das Problem zu lösen.

Nach längerer Sucherei fand ich heraus, dass zum Paket eine .htacces- und eine .htpasswd-Datei im Admin-Verzeichnis gehören. Beide hatten keinen Inhalt, wurden aber offensichtlich vom Server ausgewertet. Nachdem die beiden Dateien erst einmal gelöscht waren, konnte ich mit der Konfiguration fortfahren und mit dem System etwas „spielen“. Das beigefügte Script, welches die .htacces und die .htpasswd mit den richtigen Inhalten versieht, wurde etwas später ohne Fehlermeldungen ausgeführt und beide Dateien mit den passenden Inhalten angelegt.

Vor dem Versand des ersten Newsletters fiel  mir auf, dass die eigentlich per SSL verschlüsselte Webseite nicht mehr mit einem grünen Schloss im Browser angezeigt wurde. Ein typischer Mixed-Content-Fehler. Um diesen aufzuspüren habe ich die Dienste der Seite „Why No Padlock?„ externer Link in Anspruch genommen. Schnell wurde mir gezeigt, dass ich in zwei HTML-Templates vergessen hatte, die URL der Webseite mit einem „s“ für „https://“  anzugeben. Nachdem die Dateien geändert und auf den Webspace geladen waren, wurde auch im Newslettersystem das grüne Schloss im Browser angezeigt.

Fazit:

Abgesehen von der etwas „hakeligen“ Installation verrichtet Open-Letters seinen Dienst zu meiner Zufriedenheit. Das verzögerte Senden der Newsletter durch eine AJAX-Script ist etwas zeitaufwändig; das Browserfenster darf während des Versands nicht geschlossen werden, weil sonst der Versand abgebrochen wird. Das ist aber bein einem Rechner, der 24/7 läuft nicht weiter tragisch. Die Entwickler bieten auf ihrer Webseite an, über einen Kauf aus der Amazon-Wunschliste ihre Arbeit zu honorieren. Das werde ich demnächst wohl tun.

Alles in allem ist Open-Letters ein rechtskonformes (Double-Opt-In) und datenschutzgerechtes (kein Upload von personenbezogenen Daten auf fremde Server – ggf. im Ausland) Tool, um kleinere Newsletter zu verwalten.

Die EU und „direkte“ Demokratie

Mit der Demokratie und ihren „Folgen“ haben viele Menschen „Probleme“. Die einen sehen den Urnengang alle vier oder fünf Jahre als demokratische Mitbestimmungsmöglichkeit an, die anderen gehen nicht zu Wahlen, weil sie glauben „keine Wahl“ zu haben.

Betrachtet man Wahlergebnisse und welche Koalitionen und Regierungsbündnisse später daraus werden, kann man durchaus den Eindruck gewinnen, dass Parteien, die bei einer Wahl nur eine „geringe“ Zustimmung erhalten haben, trotzdem die Regierung stellen oder an der Regierung beteiligt werden. So ist die SPD trotz eines historisch niedrigen Wahlergebnisses bei der Bundestagswahl 2017 wieder in der Regierung vertreten.

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Oldtimer in der Werkstatt: Lamello Junior

Manchmal kann man(n) nicht an sich halten. Bei ebay taucht etwas auf, dass man haben will. So ging es mir mit einer Lamellofräse von Lamello – dem Erfinder eben… Für einen (relativ) schlanken Betrag wechselte die Fräse mit der Bezeichnung „Junior“ in meinen Besitz.

Das Gerät entspricht der Beschreibung durch den Verkäufer und ist „komplett“. Vom Haken, mit dem die Rückzugfeder ausgehängt wird über die Bedienungsanleitung bis zum Ölfläschchen. Im Vergleich zur (von der Qualität unterirdischen Ferm FBJ-700) ist die Lamello echt sehr einfach gehalten. Der Anschlag lässt sich nicht im Winkel verstellen, für die Frästiefe (abhängig von der Größe der zu nutzenden Plättchen) gibt es keinen Revolveranschlag etc.. Man kann sich eine simple Einstellschblone basteln, oder die mitgelieferten Aufsteck-„Abstandshalter“ nutzen, die die Frästiefe entsprechen der zu verwendeneden Lamellso einstellen. Eben ein Einsteigergerät, aber in einer wirklich guten Qualität.

Bei einer Zerlegung und Säuberung fiel relativ wenig „Schmodder“ an:

Die beweglichen Teile wurden mit Silbergleit behandelt, nun „flutscht“ wieder alles. Bei der ersten Probefräsung wurde mir wieder klar, dass Holzwerken nur mit einer Staubabsaugung Sinn macht 😉 Also begann ich nach Ersatzteilen zu suchen. Im Gegensatz zu Billigangeboten aus dem Discounter (dort werden meistens schon Motor-Kohlen beigelegt…), kann man Ersatzteile für so alte Maschinen von Lamello noch bekommen. Allerdings darf man bei so einem „Top-Produkt“ keine Schnäppchenpreise erwarten! Jetzt bin ich noch auf der Suche nach passenden Kohlen / Kohlebürsten – es schadet ja nicht, Ersatzteile griffbereit zu haben.

Ich habe also einen Adapter für die Staubabsaugung erworben, welcher einfach an der Maschine angeschraubt wird. Allerdings ist der Adapter gerade, ein angesteckter Schlauch hebt also die Maschine an, wenn man auf einer Unterlage arbeitet. Da muss man aufpassen. Ansonsten macht es echt Spaß mit so einem Gerät zu arbeiten. Und für die paar Konstruktionen, die ich im Laufe der kommenden Jahre noch mit Lamellos bauen werde, reicht das wirklich aus. Die Ferm Lamellofräse kann also aufs Altenteil!

Mondgang – 2. Versuch

Wie hier bereits gezeigt, versuche ich mich ab und an mit der Montage von Intervallaufnahmen in GIMP. Nach der Mondfinsternis am 27. Juli bot sich am 29. wieder ein sehr schöner Mond. Ein Einladung, erneut eine Serie von Aufnahmen durch die Kamera anfertigen zu lassen. Die Montage erfolgte wieder in GIMP mit der Funktion übereinander gelegter Ebenen.

Warum der Mond eine Aura bekommt habe ich noch nicht herausgefunden. Evtl. liegt es am (Behelfs)Stativ, welches nicht stabil genug ist?

Mondfinsternis 2018 – Meine Bilder

Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass die „Lichtverschmutzung“ hier im Pott so groß ist, dass man Probleme hat, die Mondfinsternis zu fotografieren! Ich hatte mich um kurz nach 21:00 Uhr auf dem (Flach)Dach unseres Hauses postiert, um ohne störende Elemente den Mond fotografieren zu können (siehe Beitrag „Pole Position“).

Nachdem ich schon sehr unruhig wurde, konnte ich schließlich um 22:12 Uhr zum ersten Mal erahnen, wo der Mond steht. Ich hatte also vom Mondaufgang her gesehen fast eine Stunde warten müssen. Das montierte Panasonic H-FS35100 brachte mich leider nicht weiter, da es mir nicht gelang, den Mond überhaupt damit im Sucher zu entdecken – vom scharf stellen ganz zu schweigen. Also habe ich umdisponiert und das Olympus 45/1.8 montiert. Damit sind mir dann die folgenden Aufnahmen „gelungen“.

Olympus E-M10 MKII, Olympus 45/1.8. Blende 1.8, 1.0 sek, ISO 800 (nur skaliertes JPG)

Hier der Mond nach dem Austritt aus dem Erdschatten. Hier wurden mit GIMP der Schwarz- und der Weißpunkt manuell gesetzt.

Olympus E-M10 MKII, Olympus 45/1.8. F 1.8, 2 sek., ISO 800. 50% Crop des JPG

Dafür, dass so eine Konstellation erst in 105.000 Jahren wieder zu sehen ist, war ich ganz zufrieden 😉

Mildessa „BBQ-Kraut“ von Hengstenberg

Unter der griffigen Bezeichnung „BBQ-Kraut“ bietet Hengstenberg im Einzelhandel etwas neues an:

Der Aufdruck auf der Verpackung verspricht:

Nun ja, „rauchig“, „würzig“ und „pikant“ sind ja schon mal Attribute, bei denen man an etwas herzhaft gegrilltes denkt (womöglich noch mit etwas Rauch aus einem Räucherpäckchen oder der Räucherbox?). Passend dazu zeigt die Verpackung auch einen Burger, welcher mit diesem Kraut belegt wurde. Die Piktogramme legen auch eine Verwendung bei „Würstchen im Brötchen“ und zum Steak nahe. Der Blick auf die Zutaten offenbart nichts neues an Gewürzen oder Zutaten (außer dem üblichen Chemie-Zeugs, welches für die Haltbarkeit und Farbe zuständig ist).

Immerhin ist das Kraut frei von Sachen, die manche Menschen „krank“ machen und würde als „vegan“ auch zur Tofu-Wurst passen.

So, genug der Vorrede und eine wichtige Feststellung:

Ich habe den Beutel mit dem Kraut beim Händler gegen Geld erstanden – also kein kostenlos zur Verfügung gestelltes Produkt! Ich habe nichts gegen die Firma Hengstenberg – Gurken können sie da schon einwecken… Ich gebe hier also meine eigene Meinung wieder!

Ich habe Würstchen von Dönninghaus zubereitet. Da ich etwas in Eile war, habe ich diese nicht gegrillt, sondern in der Pfanne zubereitet. Dazu gab es Pommes-Frites aus dem Backofen und eine selbst gemachte Sauce (Cherry-Chipotle). Das Kraut fand seinen Platz neben der Wurst und fiel dort mit seiner etwas helleren Farbe kaum auf

Nun kam der große Augenblick! Etwas von diesem Kraut probieren („rauchig“, „würzig“ und „pikant“). Eine Gabel voll wanderte in meinen Mund und erzeugte dort… Ja, was? Ich möchte es nicht detailliert beschreiben, aber das war kein „knackiges“ Kraut (hatte ich erwartet), sondern ein fast zerkochte Pampe. „Rauchig“? – Fehlanzeige, kein bisschen Rauchgeschmack; noch nicht einmal etwas von diesem Rauchgeschmack aus der Flasche oder von zugefügtem Rauchsalz. „Würzig“? – Fehlanzeige; offensichtlich keine Gewürze hinzugefügt. „Pikant“? – Fehlanzeige! Pikant hätte für mich ein etwas von „Schärfe“ bedeutet, aber dieses Kraut kann man als Babybrei verwenden! In meinen Augen ein Zumutung, für so ein Produkt mit diesen Attributen zu werben!

Ich würde als Alternative einen Berg Zwiebeln in Ringe geschnitten empfehlen. Ordentlich mit Salz und Pfeffer und einer guten (von mir aus auch fertigen) BBQ-Sauce gewürzt und in der Pfanne geschmort. Dann kann man Biss, Würze und „pikant“ selbst bestimmen und steht auch nur ein paar Minuten in Küche bzw. am Herd oder Grill.

Falls jemand von Hengstenberg das hier lesen sollte, hier die Chargen-Nr.:

Den Versuch mit der zweiten Variante „Sweet Golden Curry Mango“ werde ich mir ersparen – obwohl: geht es noch schlechter? Eigentlich ja nicht.