„I don’t drink coffee, I take tea, my dear“

Bei diesem bekannten Lied von Sting fiel mir ein, dass Tea (Tee) ja auch stilecht warm gehalten werden muss… Also habe ich gegen den Corona-Blues Material beschafft und Warmhaltevorrichtungen für Teekannen – auch bekannt als Stövchen – gebaut.

Materialliste:

  • Buche-Leimholz in der Abmessung 80 x 20 cm
  • Aluminiumrohr, 10 mm Durchmesser, 1 mm Wandstärke, 1 m lang
  • Lamellos (Flachdübel) der Größe 10 (20 geht auch)
  • Leim und Öl, mit dem die Oberfläche behandelt werden kann.

Alternativen:

  • Massivholz, welches ggf. abgerichtet wird
  • Edelstahlrohr oder Vollmaterial in ähnlichen Abmessungen
  • Holzdübel oder Dominos (der Firma Festool, wenn man denn eine Domino-Fräse besitzt)

Verwendete Werkzeuge:

  • Tauchkreissäge mit Führungsschiene für den Zuschnitt, alternativ Tischkreissäge oder ein (gute) Stichsäge, möglichst mit Anschlag, damit die Schnitte winklig und gerade werden!
  • Oberfräse mit Kopierhülsen und passender Vorrichtung für die Aussparungen, in die die Teelichte gesetzt werden – kann zur Not auch weggelassen werden.
  • Flachdübelfräse, Bohrmaschine und 10 mm Holzbohrer
  • Rohrschneider für das Aluminiumrohr, alternativ eine Eisensäge

Bei den von mir angegebenen Maßen für das Leimholz kann man aus einer Platte die Teile für zwei Stövchen schneiden. Je nach Breite des Zuschnitts bzw. des Stövchens kommt man mit 2 Aluminiumrohren für 2 Stövchen hin.

Mein Zuschnitt war für eine größere Zahl von Stövchen gedacht. Auf das folgende Bild geschaut ist die „Grundplatte“ 18 cm „breit“ (und 20 cm „hoch“). Die seitlich angesetzten (stumpf verleimten) Seiten sind 8 cm „breit“ und 20 cm „hoch“ – also immer Stücke, die nacheinander von der Leimholzplatte abgesägt werden. Hier der komplette und vorbereitete Zuschnitt

Die vorbereiteten Teile

In der Mitte die Grundplatte, die zwei mittig angeordnete Aussparungen für Maxi und „normale“ Teelichte. Links und rechts die Seiten, die schon die Fräsung für die Lamellos enthalten. Oben 4 Abschnitte Aluminiumrohr mit 19,5 cm Länge. Damit reichen diese auf jeder Seite etwas über 1 cm in das Holz.

Alle Teile werden nach dem Zuschnitt geschliffen, die Kanten leicht gebrochen. Wer mag, kann die äußeren Kanten auch mit einem Abrundfräser bearbeiten. Das geht aber auch zum Schluss.

Für die Teelicht-Aussparungen habe ich mir mit dem Kreisschneider in zwei Brettchen Kreise geschnitten, die in der Kombination mit den Kopierhülsen den passenden Durchmesser ergeben.

Falls man keine Flachdübelfräse oder Dominofräse besitzt, kann man die Grundplatte und die Seitenteile auch mit Holzdübeln verbinden. Falls man es sich nicht zutraut, diese passgenau zu bohren, kann man auch nachträglich Löcher von außen bohren, Dübel einleimen und die Überstände kürzen. Eine zusätzliche Stabilisierung ist sinnvoll, da hier Hirnholz auf Längsholz geleimt wird. Nicht die besten Voraussetzungen für einen guten Halt…

Stumpfe Verleimung der Seitenteile

Die fertig zugeschnittenen Aluminiumrohre werden in Bohrungen gesteckt. Diese sind 1,5 cm vom „oberen Rand“ entfernt und von jeder Seite aus bei 20 mm und 75 mm angebracht. Damit liegt kein Rohr über dem Teelicht und ein Teekann findet sicher Platz. Ist alles verleimt, gut mit Zwingen gepresst und der Leim abgetrocknet, kann man dem Stövchen eine Ölung verpassen. Das hebt die Maserung des Holze hervor und macht das Stövchen pflegeleicht.

Geölt

andere Perspektive

Bei der Arbeit…

Die Kosten für so ein Stövchen belaufen sich auf rund 3 – 5 EUR. Also auch wie  der Zeitaufwand von ca. 2 Std. überschaubar