HDR mit macrofusion

Nach meinen Ausflügen in die Anwendung von CombineZP und dem stacken von Makroaufnahmen hat mich die Bildbearbeitung wieder so interessiert, dass ich in meinem digitalen Fotoschatz nach anderen Anwendungsmöglichkeiten gesucht habe. Dabei fielen mir Aufnahmen (Belichtungsreihen, angefertigt mit einer Samsung NV8) eines Sonnenuntergangs auf der Insel Föhr aus dem Jahr 2010 „In die Hand“, die ich mit macrofusion (unter Linux Mint) zu einem HDR-Bild verarbeitet habe. Ich finde das Ergebnis so gelungen, dass ich gleiches demnächst mit meiner Olympus versuchen werde.

HDR-Bild, angefertigt mit macrofusion unter Linux Mint

Makroaufnahmen stacken mit CombineZP

Wie im vorigen Beitrag beschrieben, habe ich mich in den letzten Tagen mit meinem neuen Objektiv und der Möglichkeit, Makro-Aufnahmen zu machen, beschäftigt. Hier mal drei Fotos, die eindrucksvoll beweisen, was mit entsprechender Software möglich ist.

Im ersten Foto liegt der Fokuspunkt auf der linken Münze:

Fokus auf der linken Münze

Jetzt liegt der Fokus auf der rechten Münze

Fokus auf der rechten Münze

Der Abstand der Münzen zueinander beträgt etwa 2/3 des Durchmessers eines 2-Euro-Stückes, also ca. 2cm. Nun habe ich mit der Focus-Bracketing-Funktion der OM-D E-M10 MKII 5 Fotos gemacht, die mit einem Abstand (Fokusunterschied)  von „2“ angefertigt wurden. Die Kamera lag auf dem Tisch auf, die passende Höhe wurde durch untergelegtes Papier „eingestellt“. Der Fokus lag auf der linken Münze, die Kamera lässt den Fokus nach hinten wandern. Die JPEGs wurde in CombineZP geladen und zu einem Stack verrrechnet. Dabei wurde die Standardeinstellungen verwendet. Nach dem stacken wurde das Bild in CombineZP beschnitten:

Das Ergebnis

Objektiv: Olympus 12-50 1:3.5-6.3 Macro [Update]

Um mal wieder Macro-Aufnahmen machen zu können, habe ich mir das Angebot an mFT-Objektiven angesehen und mich entschlossen, nach einem Olympus M.Zuiko Digital 12-50 1:3.5-6.3 zu suchen. Eine 30mm Festbrennweite mit Maco-Funktion wäre auch noch in die engere Wahl gekommen, hätte aber bei den vorhandenen Objektiven (25/1.8, 45/1.8, 12-42 Pancake und Panasonic 35-100) zu viele Überschneidungen gebracht. Also sollte es das 12-50 werden, welches zwar recht lichtschwach ist, aber als „Schönwetterlinse“ auch für die Fototour geeignet ist.

Nachdem ich nun einige Tage mit dem Objektiv „gespielt“ habe, kam mir heute ein lohnenswertes Motiv auf dem Balkon vor die Linse

OM-D E-M10 MKII, Olympus 12-50 bei f6.0, 1/10, ISO 200. Bild auf 1200×900 px skaliert.

Neben dem recht ansehnlichen Bokeh gefällt mir die wirklich gute Auflösung

100% Crop aus dem obigen Bild auf 1200px in der Breite skaliert

Abgesehen vom „störenden“ Katzennetz (aber wo hätte der Insekt sonst landen sollen?), wäre hier eine gestacktes Macro natürlich noch eindrucksvoller geworden. Versuche mit Focus-Stacking (DOF) habe ich schon gemacht, aber da braucht es noch etwas an Übung mit dem fotographieren und der Software…

Und weil es mir keine Ruhe ließ, habe ich mich heute noch einmal an einem Stack versucht. Er besteht aus 15 Einzelaufnahmen, die mit der Funktion „Focus Bracketing“ im Macro-Modus des Objektivs mit einer Schrittweite von „2“ angefertigt wurden. Als Software habe ich CombineZP in einer (virtuellen) Windows-Maschine benutzt. Die Bilder wurden vor dem stacken nicht verkleinert oder bearbeitet. Das Ergebnis wurde in CombineZP beschnitten.

Stack aus 15 Fotos

Als ungeübter Betrachter würden mich evtl. an den etwas weichen Kanten stören; es fehtl etwas an „Knackigkeit“, ansonsten „schick“.

Osterrummel

Die „Osterkirmes“ auf dem Bochumer Kirmesplatz hat eine lange Tradition. Leider zieht sie nicht mehr genügend Besucher an, um eine größere Zahl von Fahrgeschäften nach Bochum zu locken. So bleibt es auch in diesem Jahr bei der Raupe, dem Break Dance, dem Autoscooter, dem Gesiterhaus und einigen Buden mit Wurst oder Süßigkeiten. Auch das Wetter war am heutigen Ostermontag nicht so pralle. Aber einige Fotos habe ich trotzdem geschossen.

Olympus OM-D E-M10 MKII, Olympus 12-42EZ @ 21mm, f18, 1/20, ISO 200

Olympus OM-D E-M10 MKII, Olympus 12-42EZ @14mm, f6.3, 1/200, ISO 200

Olympus OM-D E-M10MKII, Olympus 45/1.8, f18,0, 1/125, ISO 500

„…selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner persönlichen Daten zu bestimmen.“

Zur Zeit ist der Aufschrei um die 50 Millionen „abgegriffenen externer Link“ Datensätze bei Facebook sehr groß. Da muss sich Mark Zuckerberg bei „seinen“ Usern entschuldigen, Politiker fordern Erklärungen und Kommentatoren schreiben Sätze wie „#deletefacebook ist keine Lösung, weil Oma und Opa da sind externer Link.“ Auch Irokese Sascha Lobo schreibt in einer Kolumne auf spiegelonline davon, dass Facebook ein „soziales“ Netzwerk sei. Nein, Facebook ist eine Sammlung von personenbezogenen Daten, die gutgläubige Schafe diesem „Netzwerk“ anvertraut haben! Sie alle haben „geahnt“, dass die Daten bei Facebook gespeichert werden. Aber alle haben ihre Augen fest verschlossen, die Daumen fest gedrückt und gehofft: „es wird schon nichts mit meinen Daten passieren!“

Was in der Welt der Apps und Netzwerke „nichts“ kostet, kostet mindestens die persönlichen Daten! Und damit kommen wir zum Titel dieses Beitrages. Er stammt aus der Urteilsbegründung des Bundesverfassungsgerichts zum Volkszählungsurteil aus dem Jahr 1983 (!!!). Da sich die Kernsätze der Begründung so schön lesen, zitiere ich sie hier noch einmal ganz:

„Mit dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung wären eine Gesellschaftsordnung und eine diese ermöglichende Rechtsordnung nicht vereinbar, in der Bürger nicht mehr wissen können, wer was wann und bei welcher Gelegenheit über sie weiß. Wer unsicher ist, ob abweichende Verhaltensweisen jederzeit notiert und als Information dauerhaft gespeichert, verwendet oder weitergegeben werden, wird versuchen, nicht durch solche Verhaltensweisen aufzufallen. […] Dies würde nicht nur die individuellen Entfaltungschancen des Einzelnen beeinträchtigen, sondern auch das Gemeinwohl, weil Selbstbestimmung eine elementare Funktionsbedingung eines auf Handlungsfähigkeit und Mitwirkungsfähigkeit seiner Bürger begründeten freiheitlichen demokratischen Gemeinwesens ist. Hieraus folgt: Freie Entfaltung der Persönlichkeit setzt unter den modernen Bedingungen der Datenverarbeitung den Schutz des Einzelnen gegen unbegrenzte Erhebung, Speicherung, Verwendung und Weitergabe seiner persönlichen Daten voraus. Dieser Schutz ist daher von dem Grundrecht des Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 GG umfasst. Das Grundrecht gewährleistet insoweit die Befugnis des Einzelnen, grundsätzlich selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner persönlichen Daten zu bestimmen.“

Die „Unkenrufe“ der Verweigerer wurden ignoriert, auch jetzt noch… Träumt den Traum eines „Sozialen Netzwerks“ weiter – irgendwann werden alle Schafe erkennen, dass man das, was man in das Netz gestellt hat, nicht mehr zurückholen kann. Und von Herrn Zuckerberg schon gar nicht!

Am Ersten Weihnachtstag 2013 hat  Edward Snowden eine „Weihnachtsansprache“ gehalten, die im Internet (sic!) verfügbar ist:

„Ein heute geborenes Kind wird nicht mehr wissen, was Privatleben ist. Es wird nicht mehr wissen, was ein Moment Privatsphäre bedeutet, einen Gedanken zu haben, der weder aufgenommen wurde, noch analysiert. Das ist ein Problem, denn das Privatleben ist wichtig, das Privatleben hilft uns zu bestimmen, wer wir sind und wer wir sein wollen.“

Facebook trägt dazu bei…