Makroaufnahmen stacken mit CombineZP

Wie im vorigen Beitrag beschrieben, habe ich mich in den letzten Tagen mit meinem neuen Objektiv und der Möglichkeit, Makro-Aufnahmen zu machen, beschäftigt. Hier mal drei Fotos, die eindrucksvoll beweisen, was mit entsprechender Software möglich ist.

Im ersten Foto liegt der Fokuspunkt auf der linken Münze:

Fokus auf der linken Münze

Jetzt liegt der Fokus auf der rechten Münze

Fokus auf der rechten Münze

Der Abstand der Münzen zueinander beträgt etwa 2/3 des Durchmessers eines 2-Euro-Stückes, also ca. 2cm. Nun habe ich mit der Focus-Bracketing-Funktion der OM-D E-M10 MKII 5 Fotos gemacht, die mit einem Abstand (Fokusunterschied)  von „2“ angefertigt wurden. Die Kamera lag auf dem Tisch auf, die passende Höhe wurde durch untergelegtes Papier „eingestellt“. Der Fokus lag auf der linken Münze, die Kamera lässt den Fokus nach hinten wandern. Die JPEGs wurde in CombineZP geladen und zu einem Stack verrrechnet. Dabei wurde die Standardeinstellungen verwendet. Nach dem stacken wurde das Bild in CombineZP beschnitten:

Das Ergebnis

Objektiv: Olympus 12-50 1:3.5-6.3 Macro [Update]

Um mal wieder Macro-Aufnahmen machen zu können, habe ich mir das Angebot an mFT-Objektiven angesehen und mich entschlossen, nach einem Olympus M.Zuiko Digital 12-50 1:3.5-6.3 zu suchen. Eine 30mm Festbrennweite mit Maco-Funktion wäre auch noch in die engere Wahl gekommen, hätte aber bei den vorhandenen Objektiven (25/1.8, 45/1.8, 12-42 Pancake und Panasonic 35-100) zu viele Überschneidungen gebracht. Also sollte es das 12-50 werden, welches zwar recht lichtschwach ist, aber als „Schönwetterlinse“ auch für die Fototour geeignet ist.

Nachdem ich nun einige Tage mit dem Objektiv „gespielt“ habe, kam mir heute ein lohnenswertes Motiv auf dem Balkon vor die Linse

OM-D E-M10 MKII, Olympus 12-50 bei f6.0, 1/10, ISO 200. Bild auf 1200×900 px skaliert.

Neben dem recht ansehnlichen Bokeh gefällt mir die wirklich gute Auflösung

100% Crop aus dem obigen Bild auf 1200px in der Breite skaliert

Abgesehen vom „störenden“ Katzennetz (aber wo hätte der Insekt sonst landen sollen?), wäre hier eine gestacktes Macro natürlich noch eindrucksvoller geworden. Versuche mit Focus-Stacking (DOF) habe ich schon gemacht, aber da braucht es noch etwas an Übung mit dem fotographieren und der Software…

Und weil es mir keine Ruhe ließ, habe ich mich heute noch einmal an einem Stack versucht. Er besteht aus 15 Einzelaufnahmen, die mit der Funktion „Focus Bracketing“ im Macro-Modus des Objektivs mit einer Schrittweite von „2“ angefertigt wurden. Als Software habe ich CombineZP in einer (virtuellen) Windows-Maschine benutzt. Die Bilder wurden vor dem stacken nicht verkleinert oder bearbeitet. Das Ergebnis wurde in CombineZP beschnitten.

Stack aus 15 Fotos

Als ungeübter Betrachter würden mich evtl. an den etwas weichen Kanten stören; es fehtl etwas an „Knackigkeit“, ansonsten „schick“.

Osterrummel

Die „Osterkirmes“ auf dem Bochumer Kirmesplatz hat eine lange Tradition. Leider zieht sie nicht mehr genügend Besucher an, um eine größere Zahl von Fahrgeschäften nach Bochum zu locken. So bleibt es auch in diesem Jahr bei der Raupe, dem Break Dance, dem Autoscooter, dem Gesiterhaus und einigen Buden mit Wurst oder Süßigkeiten. Auch das Wetter war am heutigen Ostermontag nicht so pralle. Aber einige Fotos habe ich trotzdem geschossen.

Olympus OM-D E-M10 MKII, Olympus 12-42EZ @ 21mm, f18, 1/20, ISO 200

Olympus OM-D E-M10 MKII, Olympus 12-42EZ @14mm, f6.3, 1/200, ISO 200

Olympus OM-D E-M10MKII, Olympus 45/1.8, f18,0, 1/125, ISO 500

„…selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner persönlichen Daten zu bestimmen.“

Zur Zeit ist der Aufschrei um die 50 Millionen „abgegriffenen externer Link“ Datensätze bei Facebook sehr groß. Da muss sich Mark Zuckerberg bei „seinen“ Usern entschuldigen, Politiker fordern Erklärungen und Kommentatoren schreiben Sätze wie „#deletefacebook ist keine Lösung, weil Oma und Opa da sind externer Link.“ Auch Irokese Sascha Lobo schreibt in einer Kolumne auf spiegelonline davon, dass Facebook ein „soziales“ Netzwerk sei. Nein, Facebook ist eine Sammlung von personenbezogenen Daten, die gutgläubige Schafe diesem „Netzwerk“ anvertraut haben! Sie alle haben „geahnt“, dass die Daten bei Facebook gespeichert werden. Aber alle haben ihre Augen fest verschlossen, die Daumen fest gedrückt und gehofft: „es wird schon nichts mit meinen Daten passieren!“

Was in der Welt der Apps und Netzwerke „nichts“ kostet, kostet mindestens die persönlichen Daten! Und damit kommen wir zum Titel dieses Beitrages. Er stammt aus der Urteilsbegründung des Bundesverfassungsgerichts zum Volkszählungsurteil aus dem Jahr 1983 (!!!). Da sich die Kernsätze der Begründung so schön lesen, zitiere ich sie hier noch einmal ganz:

„Mit dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung wären eine Gesellschaftsordnung und eine diese ermöglichende Rechtsordnung nicht vereinbar, in der Bürger nicht mehr wissen können, wer was wann und bei welcher Gelegenheit über sie weiß. Wer unsicher ist, ob abweichende Verhaltensweisen jederzeit notiert und als Information dauerhaft gespeichert, verwendet oder weitergegeben werden, wird versuchen, nicht durch solche Verhaltensweisen aufzufallen. […] Dies würde nicht nur die individuellen Entfaltungschancen des Einzelnen beeinträchtigen, sondern auch das Gemeinwohl, weil Selbstbestimmung eine elementare Funktionsbedingung eines auf Handlungsfähigkeit und Mitwirkungsfähigkeit seiner Bürger begründeten freiheitlichen demokratischen Gemeinwesens ist. Hieraus folgt: Freie Entfaltung der Persönlichkeit setzt unter den modernen Bedingungen der Datenverarbeitung den Schutz des Einzelnen gegen unbegrenzte Erhebung, Speicherung, Verwendung und Weitergabe seiner persönlichen Daten voraus. Dieser Schutz ist daher von dem Grundrecht des Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 GG umfasst. Das Grundrecht gewährleistet insoweit die Befugnis des Einzelnen, grundsätzlich selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner persönlichen Daten zu bestimmen.“

Die „Unkenrufe“ der Verweigerer wurden ignoriert, auch jetzt noch… Träumt den Traum eines „Sozialen Netzwerks“ weiter – irgendwann werden alle Schafe erkennen, dass man das, was man in das Netz gestellt hat, nicht mehr zurückholen kann. Und von Herrn Zuckerberg schon gar nicht!

Am Ersten Weihnachtstag 2013 hat  Edward Snowden eine „Weihnachtsansprache“ gehalten, die im Internet (sic!) verfügbar ist:

„Ein heute geborenes Kind wird nicht mehr wissen, was Privatleben ist. Es wird nicht mehr wissen, was ein Moment Privatsphäre bedeutet, einen Gedanken zu haben, der weder aufgenommen wurde, noch analysiert. Das ist ein Problem, denn das Privatleben ist wichtig, das Privatleben hilft uns zu bestimmen, wer wir sind und wer wir sein wollen.“

Facebook trägt dazu bei…

Vom „Apothekenpreis“

Ich kenne noch den Begriff des „Apothekenpreises“. Der wurde benutzt, um einen „ziemlich hohen“ Preis zu umschreiben. Auch so einfache Begriffe wie „zu teuer“ oder „sauteuer“ können einen aus der Sicht des Kunden zu hohen Preis beschreiben. Der Begriff des „Apothekenpreises“ ist mir ist mir aktuell in einer Bochumer Apotheke (sic!) wieder begegnet.

Ich besitze seit meiner Jugend eine ziemlich große Menge Schallplatten, die ich gerne anhöre. Dazu habe ich im Arbeitszimmer eine „nette“ Stereoanlage installiert. Schallplatten haben aufgrund ihres Funktionsprinzips das Problem, dass Staub in der Rille unschöne Knistergeräusche verursacht. Um Knistergeräusche möglichst zu beseitigen, muss man Schallplatten säubern. Die effektivste Vorgehensweise ist dabei die Nutzung einer Schallplattenwaschmaschine…

Die Waschmaschine (in meinem Fall eine einfache Okki-Nokki) benötigt eine Waschflüssigkeit, die nach dem Auftragen mittels einer Bürste die Rillen möglichst porentief reinigt. Danach wird die aufgetragene Flüssigkeit abgesaugt und die Platte (sollte) wieder „wie neu“ klingen.

Waschflüssigkeiten gibt es viele, die in der Regel dafür aufgerufenen Preise haben mich dazu veranlasst, meine „eigene“ Flüssigkeit zu kreieren. Sie besteht aus ca. 2% CW 100, einem Mittel, welches der Scheibenwaschflüssigkeit im Auto zugegeben wird. Dazu kommen ca. 20% Isopropanol und aufgefüllt wird bis auf 100% mit destilliertem Wasser. Diese Mischung basiert auf einem „Rezept“, welches in HiFi-Foren als wirksam und gut beschrieben wird.

Da mein Vorrat an Isopropanol sich dem Ende zuneigte, suchte ich eine Apotheke in Altenbochum auf, um neues Isopropanol zu kaufen. Nachfolgend das Gespräch mit der Angestellten:

„Guten Tag, können Sie mir bitte diese Flasche wieder mit Isopropanol befüllen?“

„Nein, dazu müsste ich die Flasche desinfizieren und dies aufgrund der gesetzlichen Vorschriften dokumentieren. Ein Vorgang, welcher unwirtschaftlich ist, da es ungefähr 8 EUR an Kosten verursacht. Von dem Isopropanol, welches wir benutzen kann ich Ihnen leider nichts verkaufen.“

„O.K. Ich will das Isopropanol nur zum Waschen meiner Schallplatten verwenden, da kommt es nicht auf so sehr auf Keimfreiheit an. Dann würde ich die Flasche entsorgen und eine neue mit Isopropanol nehmen.“

„Gut, möchten sie 70 oder 100-prozentiges Isopropanol?“

„Na 100-prozentiges! Ist doch besser als 70-prozentiges.“

„Nein, 70-prozentiges desinfiziert besser und 100-prozentiges ist nicht vorrätig – das müsste ich bestellen“

Vor meinem geistigen Auge fährt eine Kleinwagen mit einer überdimensionalen Pille auf dem Dach mit überhöhter Geschwindigkeit durch Altenbochum, parkt vor unserem Haus direkt unter dem Schild „Rettungsweg für die Feuerwehr freihalten“ und ein rüstiger Rentner eilt im Laufschritt zu unserem Wohnhaus um mir ein kleines Fläschchen Isopropanol zum Plattenwaschen zu bringen. Das muss nicht sein 😉

„Na gut, dann 70-prozentiges“

Nach einigem tippern und klickern am Computer kullert ein Karton eine Rutsche im Hintergrund herunter und wird auf die Theke gestellt.

„Das macht dann 3,95 EUR.“

Ich zahle und verlasse die Apotheke mit einem Karton, in dem sich eine Flasche mit 100ml 70-prozentigem Isopropanol befindet. In mir steigt ein ungewisses Gefühl auf…

Zu Haus angekommen schaue ich bei einschlägigen Handelsplattformen im Internet nach. Ich hätte einen Liter 100-prozentiges Isopropanol für ungefähr 8 EUR erstehen können. Das wäre mir auch an die Haustür geliefert worden.

Und da ist er wieder, der Ausdruck „Apothekenpreis“.

Zur Klarstellung: Ich habe medizinisches Isopropanol bekommen, der dafür aufgerufene Preis wird wohl gerechtfertigt sein. Ich vergleiche kein Isopropanol, welches von einem Nagelstudio vertrieben wird mit einem medizinischen Produkt! Aber in einer Apotheke in der Bochumer Innenstadt habe ich die von mir mitgebrachte Flasche vor (gefühlten) 10 Jahren bekommen und vor ca. 4 Jahren wieder auffüllen lassen. Der Preis wird wohl ähnlich gewesen sein. Dort hat man offensichtlich den von mir genannten Verwendungszweck der Flüssigkeit ernst genommen. Vielleicht weiß die junge Dame ja nicht, was Schallplatten sind und wofür man eine Schallplattenwaschmaschine benutzt…

Herbst

Aufgenommen mit Olympus OM-D E-M10 II mit einem Olympus OM-Zuiko MC Auto-S 50, 1:1.8 im Modus „A“, Blende 16, Belichtung 1/500, ISO 200. Das „Scharfstellen“ erweist sich trotz Fokus-Peaking bei der Einstellung „unendlich“ als relativ schwierig, wenn es keine Konturen gibt, an denen man bzw. die Elektronik sich orientieren kann… Das Objektiv hatte ich hier schon einmal mit zwei Bildern vorgestellt. Leider benutze ich es zu wenig.