Darf man sich über „Kundenservice“ lustig machen? [Update]

Eine große Elektronikkette hat mit ihrem Werbespruch „Geiz ist geil“ den Geist (Geiz) der Zeit geprägt. Deutsche Verbraucher jagen dem Schnäppchen hinterher und versuchen möglichst billig (nicht preiswert!) an Waren und Dienstleistungen zu kommen. Da zählt der Preis und die dafür zu erhaltende Menge. Neben Lebensmitteln bei denen man sich fragen muss, unter welchen Bedingungen diese produziert wurden, zählt auch bei Dienstleistungen nur, was der Anbieter dafür verspricht und welchen Preis er dafür erhalten möchte.

Da für die Produktion von Gütern und der Erbringung von Dienstleistungen bestimmte Fixkosten (Wareneinsatz, Einsatz von Technik, Einkauf von Dienstleistungen bei Vorlieferanten etc.) anfallen, kann man in der heutigen Zeit nur noch beim Einsatz menschlichen Schaffens (Personalkosten) etwas einsparen.

Wer kennt nicht die Horrorgeschichten von nicht erreichbaren Hotlines und automatisch abgewickelten „Geschäftsvorfällen“, die (für den Kunden) zu einem Desaster werden. Das menschliche Gegenüber oder die automatisch ablaufenden Prozesse verstehen nicht, was der Kunde letztlich will oder wollte.

(Genug der Vorrede!) Als langjähriger (relativ) zufriedener Kunde der Firma Fonic (ehemals ein Teil von O2, jetzt zum Telefónica-Konzern gehörend) hatte ich dort eine Tages-Flatrate für mein Notebook mit UMTS-Modem gebucht. Nach der wundersamen Einschränkung der damit zur Verfügung gestellten Datenmenge (siehe hier) erfolgte irgendwann eine Reduzierung des Preises auf 1,99 ER für jeden Nutzungstag.

Da ich das Notebook für berufliche Zwecke nicht mehr nutze, fielen natürlich auch seit längerem keine Kosten mehr an. Dies nahm Fonic zum Anlass, den Vertrag per E-Mail zu kündigen. Ich bestätigte die Kündigung schriftlich und bat um Überweisung des Guthabens auf mein Konto. Diese Kündigung wurde mir per E-Mail bestätigt. Knapp eine Stunde später erhielt ich dann eine „Bestellbestätigung“ über einen Fonic-Classic-Vertrag…

Da das Geschäftsgebaren von solch großen Konzernen natürlich nie durchschaubar ist, rief ich die Fonic-Hotline an, um zu klären, was ich denn nun bestellt habe. Die freundliche Mitarbeiterin erklärte mir, dass es sich um einen automatischen Prozess handelt; ich müsste mir keine Gedanken machen, da ich keinen Vertrag abgeschlossen hätte. Da Gespräche mit Hotlines zwar aufgezeichnet werden, aber im Zweifelsfall diese Aufzeichnung nicht zum Vorteil der Kunden verwertet werden, habe ich unter Verwendung des vorbereiteten Widerrufsformulars die Bestellung widerrufen. Die automatisch generierte E-Mail klärte mich darüber auf,

dass aufgrund einer erhöhten Anzahl von Anfragen die Beantwortung Ihrer E-Mail bis zu einer Woche dauern kann.

Schon am nächsten Tag erhielt ich eine E-Mail, in der mir der Widerruf bestätigt wurde.

Wir haben den Sachverhalt eingehend prüfen und teilen mit, dass es sich bei der zugestellten E-Mail um einen technischen Fehler handelt, welcher automatisiert den Versand der vorbezeichneten E-Mail ausgelöst hat.

Auch die von mir erbetene schriftliche Bestätigung der Kündigung ist zeitgleich bei mir eingegangen. Also ist alles „im Lack“… Oder doch nicht? Denn am heutigen Tag erhielt ich erneut eine Mail von Fonic:

Lieber Herr Karn,

Sie nutzen FONIC nicht mehr aktiv, das bedauern wir sehr.

Wie bereits angekündigt, erfolgt hiermit die Kündigung Ihres FONIC Mobilfunkvertrags mit der Rufnummer 0176/9696XXXX entsprechend Ziffer 10.1 der Allgemeinen Geschäftsbedingungen mit einer Frist von einem Monat.

Ab dem Zeitpunkt der Kündigung können Sie mit Ihrer SIM-Karte weder telefonieren noch angerufen werden.

Nun denn: wenn so viele automatisierte Prozesse dafür sorgen, dass ein Vertrag mit einem Kunden beendet wird, sollte ja nichts mehr schief gehen! Ich warte mal ab, wann ich die nächste Mail von Fonic erhalte – vielleicht will man mich ja doch als Kunden behalten…

Eine Alternative zur Fonic-Tagesflatrate wäre übrigens die „Data Start S“ der Telekom, die für täglich 2,95 EUR 500 MB an Datenvolumen bietet und das in einem Netzt, welches wirklich LTE bereitstellt und Daten überträgt 😉

Zum Abschluss einige Sätze von John Ruskin, die bereits andere Stelle zitiert wurden:

Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen kann und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Menschen.

Es ist unklug, zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.

Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas besseres zu bezahlen.

Fonic hat am 12.10. das Guthaben der Karte auf mein Konto überwiesen! Jetzt warte ich mal, ob in ein paar Wochen noch ein „Pfand“ für die nicht zurück gesandte SIM-Karte verlangt wird…

Linux scheitert an Ego­zen­t­rik

Unter diesem etwas provokanten Titel kommentiert Thorsten Leemhuis auf den Seiten von heise.de externer Link die „Vielfalt“ und Sonderwege von Linux-Distributionen, die (meiner Meinung nach) mittlerweile immer undurchsichtiger wird. Ich erspare es mir mal, hier eine Auflistung der „gebräuchlichsten“ Distributionen einzufügen.

Ich habe vor ca. 40 Jahre begonnen, mich mit dem Thema Computer zu beschäftigen. Mein „Einstiegsrechner“ war ein TRS-80 von Tandy/RadioShack, der zuerst überwiegend mit NewDOS betrieben wurde. Es folgten ein TI 88/4a von HP, ein C64, dann ein Commodore PC-10 II mit einer 20 MB-Festplatte. Danach habe ich über die Jahre meine PC’s immer selbst zusammengeschraubt und bin über MS-DOS 3.X bis zu Windows 95 damit immer ganz zufrieden gewesen. Irgendwann habe ich dann beschlossen, den Weg in die Apple Welt einzuschlagen und habe mir einen Mac Mini (PowerPC) zugelegt. Die „Einheit“ aus Hard- und Software hat es mir angetan! Nach einem 24-Zoll iMac (auch Power PC) wurde es schließlich ein 27-Zoll Core 2 Duo (Late 2009) iMac, den ich im letzten Jahr bei Gravis gegen ein iPhone SE eingetauscht habe…

Auf meinem Schreibtisch werkelt mittlerweile ein Intel NUC mit i5, auf dem Linux Mint läuft. Grund für diese Entscheidung waren zum Einen die ziemlich happigen Preise, die Apple mittlerweile für einen 27-Zoll iMac aufruft und die Daten-Sammelwut von Mircrosoft (hier beispielsweise, wie Office 365 Mitarbeitern „auf die Finger“ schauen kann externer Link), die mit Windows 10 eine neue Blüte erlebt.

Linux Mint erfüllt alle meine Ansprüche, die ich als durchschnittlicher User habe. Ich kann Briefe schreiben, meine Fotos mit einem kalibrierten Bildschirm bearbeiten (auch RAWs entwicklen), E-Mails schreiben und im Internet surfen. Das alles fast kostenlos (ich habe dem Team eine Spende zukommen lassen) und fast ohne großen Stress. Stress gibt es nur dann, wenn etwas nicht so will, wie ich es mir denke. Dann muss ich Google oder das Ubuntu-Wiki bemühen und nach Lösungen für mein (meistens selbst gemachtes/gedachtes) Problem suchen. Und irgendwie hat bisher immer noch alles geklappt.

Aber manchmal, ja manchmal wünsche ich mir, die vielen fleißigen Entwickler all dieser Distributionen würden ihr Know-How mal zusammenwerfen und so was richtig „tolles“ machen, anstatt sich in dieser Vielstaaterei zu verzetteln. Eine Hardwareerkennung, die auch wirklich die benötigten Treiber installiert, eine Erkennung von Sensoren, die auch wirklich anzeigen, was im Rechner vorgeht.

Beispiele:

  • Das Notebook meiner Nachbarin hat ein frisches Linux Mint bekommen. Das WLan funktioniert aber nicht. Ein lspci zeigt an, dass der Chip erkannt wird. Ein kurzes Googlen fördert den passenden Befehl zu Tage, mit dem die Treiber installiert werden. Meine Nachbarin wäre schon am lspci im Terminal gescheitert.
  • Mein alter AMD-Rechner (mit E-450 CPU) wurde für den Verkauf bei ebay mit einem Linux Mint ausgerüstet. Es lassen sich zwar in der Taskleiste Sensoren anlegen, die die CPU-Temperatur anzeigen, aber die Lüfterumdrehung tuts nicht. Ich kann zwar drauf verzichten, aber…
  • Ein sehr gut erhaltener Canon-Scanner findet seinen Weg zu ebay, weil er von SANE nicht unterstützt wird. Gut, ein ebenfalls guter Canon LIDE 200 fand über ebay seinen Weg zu mir und funktioniert, weil ich mir vorher die Liste der unterstützten Scanner angeschaut habe.

Viele dieser Probleme werden damit zusammenhängen, dass die Geräte „Closed Shop“ sind, und sich Treiber nicht „mal eben“ schreiben lassen. Aber ich gehe davon aus, dass keine der anderen Distributionen das erste und zweite Problem besser gemeistert hätte. Und daher sind sie aus meiner Sicht eben (fast) nutzlos.

Es gibt ein Linux (einen Kernel), welcher durch den Desktop und die beigefügten Programme zum Leben erweckt wird. Beschränkt Euch doch darauf, schöne Desktops zu machen (und dann den 33. MacOS-Clone und den 199. Windows 7-Clone), aber seht zu, dass Lieschen Müller ihren Rechner mit einer eingelegten CD oder einem eingesteckten USB-Stick komplett zum laufen bekommt, ohne ein Studium in Linux absolviert zu haben. Dann hat Linux eine Chance, auf dem Desktop eine größere Rolle zu spielen!

Himbeere mit Wohlklang

Da das analoge Radio wohl über kurz oder lang „abgeschaltet“ werden wird und der Empfang im Esszimmer trotz kleiner Wurfantenne nicht berauschend ist, habe ich vor längerer Zeit ein Dual Internetradio erworben. Leider hat sich diese Investition aus verschiedenen Gründen als Flop herausgestellt. Neben der umständlichen Bedienung und einer (fast) unbrauchbaren Fernbedienung kann dieses „Unding“ nur ganz beschränkt Musik wiedergeben, die vom NAS via UPnP-Server bereitgestellt wird. Bei einer umfangreicheren Sammlung von Musik in den verschiedensten Formaten ein „No-Go“.

Seit einigen Tagen spielt am „Einfachverstärker“ eine Kombination aus einem Raspberry 3, einem DAC von Audiophonics und einem dazu passenden Gehäuse.

Das gesamte Kit kann entweder „fertig“ oder als DIY-Kit bei Audiophonics erworben werden. Der etwas günstigere Preis und die Aussicht, mal wieder etwas „zu basteln“ ließen mich nicht zum Fertiggerät greifen…

Nachdem das Kit (zunächst ohne Netzteil) innerhalb einer Woche bei mir eintraf, konnte ich es innerhalb von ca. 30 Minuten zusammen bauen. Eine microSD-Karte mit dem piCorePlayer hatte ich schon vorbereitet und an meinem Raspi 2 getestet. Der bescheidene Klang des Kopfhörerausgangs war der Grund, einen DAC anzuschaffen. Die Wahl zugunsten des piCorePlayers beruhte auf dem ihm zugrunde liegenden Konzept der Sqeezebox von Logitech. Dadurch können mehrere Player einfach gesteuert und synchronisiert werden. Außerdem (für den WAF ganz wichtig!) kann ein Favorit eingestellt werden, der beim einschalten automatisch wiedergegeben wird. Ideal, um Morgens immer mit WDR 2 „berieselt“ zu werden. Das etwas größere Gerät habe ich wegen der OLED-Anzeige und der Möglichkeit zur Nachrüstung einer IR-Fernbedienung erworben – und damit begannen die Probleme…

Der Lieferung war (und wird auch nicht!) keine Anleitung beigelegt. Es gibt lediglich ein Video des Zusammenbaus auf Youtube. Insbesondere die Ansteuerung des Displays erweist sich dabei als Stolperfalle, da der Raspi vom DAC mit Strom versorgt wird und die am DAC herausgeführten Steckerleiste eine andere Belegung hat, als die GPIO des Raspi. Für diejenigen, die den Nachbau erwägen hier einige Informationen:

  • Für den Betrieb des Displays müssen einige Extensions installiert werden: nano, python, wiringpi, python-rpi gpio und python 3.4
  • Für den beleuchteten Schalter gibt es eine Extension von Audiophonics, die direkt aus dem sourceforge repository geladen werden kann
  • Die Belegung der GPIO-Pins für das Display ist: OLED_DB4=25, OLED_DB5=24, OLED_DB6=23, OLED_DB7=27, OLED_RS=7, OLED_E=8
  • Da der PiCorePlayer das Betriebssystem nach dem Start in das RAM lädt (dadurch wird die SD-Karte nicht durch Schreibzugriffe „abgenudelt“) müssen bei jeder Änderung an den Skripen die Änderungen mittels „Backup“ von der Mainpage gesichert werden, damit sie beim nächsten Start noch vorhanden sind!

Hilfreiche Beiträge fand ich hier:

Sollten noch Fragen auftauchen… Bitte einen Kommentar hinterlassen.

 

Der Siemens Reparatur-Basar

Letzte Woche hat der Geschirrspüler (Vollintegriert, Modell SX66M095) in unserer Küche seinen Dienst eingestellt. Nach knapp 4 1/2 Jahren weigerte er sich, das Geschirr mit der vorgesehenen Temperatur zu spülen und anschließend zu trocknen. Das Display zeigte den Code „E:09“.

e09Google kannte den Fehlercode schon, was in mir eine böse Ahnung aufsteigen ließ… Es gibt Berichte und Tipps in Elektroforen und ein Video auf Youtube, welches den Fehler erläutert und die Reparatur beschreibt. Defekt ist in diesem Fall der Durchlauferhitzer; eine kleine „Röhre“ im Unterbau des Gerätes, die für das heiße Spülwasser zuständig ist. Nach der ersten Verärgerung habe ich beschlossen, den Werkskundendienst zu bemühen – eine Reparatur zum Preis von rund 250 EUR könnten wir finanziell bestimmt verkraften…

Heute erschien der freundliche Mitarbeiter des Werkskundendienstes. Er schraubte die untere Blende des Gerätes ab, prüfte kurz mit dem Multimeter den Durchlauferhitzer auf Durchgang und stellte fest: „Durchlauferhitzer defekt!“.

Nach einem kurzen Blick in sein Laptop bot er mir an, den Durchlauferhitzer zum Preis von 359 EUR zu tauschen. Da das Gerät vor vier Jahren wohl 600 bis 800 EUR gekostet haben dürfte (wir haben für die Küche einen  Komplettpreis bekommen, den genauen Preis des Gerätes kann/will ich also nicht mehr feststellen) entspricht das ungefähr der Hälfte des Neupreises! Ich lehnte dankend ab und verwies darauf, dass die Küche komplett mit Siemens Geräten ausgestattet ist (Kühlschrank, Waschmaschine, Backofen, Dampfbackofen, Induktionsfeld, Dunstesse und eben Spülmaschine). Außerdem wäre es wohl kein gutes Zeichen, wenn eine Google-Suche an erster Stelle Beiträge über defekt Durchlauferhitzer in diesem Gerät anzeigen würde. Nach einer kurzen Diskussion über die Sinnhaftigkeit und Aussagekraft einer Google-Suche sank der Preis für die Reparatur nach einem Blick des Mitarbeiters auf sein Handy (!!) auf 299 EUR.

Ich besprach mich kurz mit meiner Frau; gemeinsam beschlossen wir, in die Spülmaschine kein Geld zu investieren, da sie vom Spül-Ergebnis (z.B. was die Trocknung des Geschirrs und die Sauberkeit des Bestecks in der Besteckschublade angeht) nicht an das Ergebnis der Miele-Maschine herankommt, die wir beim Kauf der Küche meinem Neffen geschenkt hatten. Als ich dem Mitarbeiter dies mitteilte sank der Preis nach einem erneuten Blick auf sein Handy (!!!) auf nunmehr 249 EUR… Da unser Entschluss gefasst war, habe ich mir ein weiteres „Feilschen“ erspart. Der Preis des Ersatzteils liegt lauf Forenbeiträgen bei rund 105 EUR. Falls der Einbau für einen Techniker in ca. 30-45 Minuten zu schaffen ist, hätte Siemens zu dem Ersatzteil noch einmal rund 150 EUR für eine knappe Monteurstunde eingestrichen. Und ich hätte ab sofort darauf gewartet, wann der neue Durchlauferhitzer wieder seinen Geist aufgibt. NEIN Danke! Die 79 EUR Kostenpauschale habe ich gerne überwiesen, sie haben mir einen sehr tiefen Einblick in das Qualitäts- und Serviceversprechen der Firma Siemens ermöglicht.

Am Nachmittag hat ein örtlicher Händler der Expert-Gruppe das Rennen gemacht. Wir haben uns (wieder) für einen Geschirrspüler der Marke Miele entschieden. Das neue Gerät wird geliefert und angeschlossen (inklusive Montage der Möbelfront). Das der Preis der neuen Maschine um einiges über dem der Siemens liegt, hat uns letztlich nicht geschreckt, da wir (in Gedanken) erst einmal 250 EUR für die „gesparte“ Reparatur abziehen und in den letzten 40 Jahren keine schlechten Erfahrungen mit Produkten der Firma Miele gemacht haben. Bei uns und im Bekanntenkreis stehen Waschmaschinen und Trockner, die seit 30 Jahren ohne Probleme laufen. Wir glauben mal fest daran, dass wir jetzt eine bessere Wahl getroffen haben.

PS: Siemens bietet an, bei einem Gerätekauf (also wieder ein Geschirrspüler von Siemens…) von den 79 EUR Kostenpauschale satte 31 EUR zu erstatten! Der freundliche Händler hat ohne mit der Wimper zu zucken einen Nachlass von 100 EUR auf den UVP gewährt (was bei Miele sehr viel ist!) und bietet dafür einen Vollservice an! So waht the f**** sollen dann 31 EUR Erstattung?

Linux Mint 18 „Sarah“ Beta angetestet

Seit dem 9. Juni ist die Beta von Linux Mint 18 verfügbar:

Linux Mint; Mate-DesktopNeben dem Umstieg auf die Kernel-Version 4.4.0.21 funktionieren jetzt auch Touchpads besser (getestet mit meinem Logitech T-650 Touchpad) und endlich lässt sich auch die Apple Bluetooth-Tastatur und das Trackpad nicht nur pairen, sondern auch benutzen…

Apple-Bluetooth Devices lassen jetzt pairen und benutzen

Apple-Bluetooth Devices lassen jetzt pairen und benutzen

Unter Linux Mint 17.3 konnte man beide zwar problemlos pairen, aber nach einiger Zeit verlor der Rechner die Verbindung und man konnte weder die Tatatur, noch das Pad benutzen.

Da ich auf einen produktiven Rechner angewiesen bin, werde ich allerdings noch bis zum offiziellen Release warten, bis ich die neue Version installieren werde.

Vom sicheren Hafen zum Schild für die Privatheit

Europe direct hat heute freundlicherweise in einer Pressemitteilung den Entwurf des neuen Abkommens mit des USA veröffentlicht externer Link zu Logitech, der das vom EUGH gekippte Safe Harbour-Abkommen ersetzen soll. Interessant, hinter welchen Allgemeinplätzen man die Schnüffelei zu verstecken versucht…

Mehrere Logitech Geräte unter Linux nutzen

Logitech legt seinen „schnurlosen“ Geräten seit längerer Zeit einen Funkempfänger bei, der für bis zu sechs Eingabegeräte genutzt werden kann. Praktisch, wenn man mit einer schnurlosen Tastatur und einer Maus von Logitech gleichzeitig arbeiten möchte und nur einen USB-Port dafür nutzen will (z.B. an einem Notebook). Das Koppeln der Eingabegeräte (Pairing) erfolgt -wie sollte es anders sein- unter Windows mittels der Logitech Software „SetPoint“, die sowohl die Mauseinstellungen, wie auch das Pairing verwaltet. Abgesehen davon, dass die schiere Größe von 81 MB (!!) verwundert, bleiben Linux-Nutzer außen vor. Sofern man nicht mit einer virtuellen Windows-Maschine arbeitet (dort soll SetPoint auch funktionieren), muss man einen Rechner mit Windows bemühen, um mehrere Geräte mit einem Empfänger zu koppeln.

Mein neu erworbenes Trackpad T650 sollte nun zusätzlich zur Tastatur von Logitech an einem Empfänger unter Linux Mint (17.3) betrieben werden. Dazu installiert man sich die Software „Solaar“ von Daniel Pavel, indem man das PPA zu seinen Quellen hinzufügt. Nach dem Start der Software kann man seine Unifying Receiver bequem damit verwalten und Geräte hinzufügen und entfernen:

Unifying_battery_works

Das für das Trackpad der Ladezustand des Akkus nicht angezeigt ist, kann ich verschmerzen, da ein geringer Ladezustand durch eine rote LED angezeigt wird, was bei einer Laufzeit von ca. einem Monat nicht wirklich schlimm ist.

[Update:]

Nachdem das Trackpad einmal voll geladen war bzw. beim Start von Solaar per USB-Kabel angeschlossen war, zeigt Solaar auch den Akkustand an…

Wenn Ihr Euch wundert, dass das Trackpad keine oder nur wenige Gesten unter Linux erkennt, solltet Ihr von der Logitech-Seite die aktuelle Firmware für das Trackpad einpielen (geht nur über Windows…). Aktuell ist wohl diese Version. Damit unterstützt das Trackpad

  • Klick durch einfaches Tippen: Tap-to-Click
  • Doppelklick durch Doppeltippen
  • Rechtsklick durch Tippen mit zwei Fingern
  • Rechtsklick durch Klicken mit zwei Fingern
  • Mittelklick durch Tippen mit drei Fingern
  • Rechtsklick durch Tippen mit einem Finger auf die Ecke rechts unten
  • Linksklick und Ziehen durch Tippen und Halten mit einem einzigen Finger
  • Wird der mechanische Klick ausgeführt, werden die Edge-Gesten deaktiviert.

Die Geste „Linksklick und ziehen“ erfordert bei mir einen Doppelklick und anschließendes ziehen. Vergrößern und verkleinern der Ansicht funktioniert „Apple like“ z.B. in Gimp durch Pinch-Gesten; in Firefox lösen diese Gesten einen Bildlauf aus!

Leider gibt es über Solaar hinaus keine Software, die weitere Gesten direkt unterstützt. Hier ist ggf. ein Umweg über easystroke oder Touchégg erforderlich. Ich bin aber mit dem derzeitigen Verhalten recht zufrieden.

Ach ja: warum ich mein Apple Trackpad nicht benutze? Mein Rechner hat zwar Bluetooth eingebaut, aber ich habe es nicht vernünftig zum laufen bekommen. Das Trackpad (und auch die Tastatur von Apple) ließ sich zwar problemlos pairen, aber nach einigen Minuten war der Spaß dann wieder vorbei, weil die Verbindung „verloren“ war. Das hat so genervt, dass ich mir eine Tastatur (Logitech K360) und eben dieses Trackpad mit Akku zugelegt habe, zumal die Eingabegeräte noch „anderweitig“ benötigt werden…

 

Altglas“verwertung“

Zur neu erworbenen Olympus E-PL6 passen mit dem entsprechenden Adapter auch Objektive des Olympus OM-Systems. Diese haben an der E-PL6 wegen des geringeren Auflagemaßes einen „Vergrößerungsfaktor“ von 2x. Das heißt, dass aus einer 50er Brennweite eine 100er Brennweite wird. Als Testobjekt habe ich ein Olympus Auto-S 1:1,8 / 50mm angeschraubt. Natürlich muss man wieder manuell scharf stellen, aber die Abbildungsqualität ist wirklich sehr gut. Im Vergleich zum im Kit enthaltenen Pancake (3,5-5,6 / 14-42mm) eine wirklich überzeugende Leistung. Hier mal zwei Bilder:

Blende 1,8 bei 1/3200 Sek.)

Blende 1,8 bei 1/3200 Sek.)

Blende 16 bei 1/80 Sek.

Blende 16 bei 1/80 Sek.

Beide Bilder mit ISO 200 aufgenommen…

Hallo hier ist Thomas

Die Telekom hatte heute eine Großstörung im Bereich Telefonie und Internet-Zugang… Jetzt ist die Störung behoben, weil man „die betroffenen Nutzer auf andere Radius-Server umziehen ließ“. Da drängt sich doch gleich die Frage auf, wie es die Telekom mit der Redundanz ihrer Hardware hält. Offensichtlich kein „Hot-swap“ für den Notfall. Wenn es darum geht, die Profite zu maximieren wird schon mal über solche Kleinigkeiten hinweggesehen…

Die Spitze ist allerdings dieses Video auf dem Youtube-Kanal „Telekom hilft“:


Seit wann werden Kunden geduzt? Und dazu noch in so einer Situation. „Liebe Kunden“ oder „Sehr geehrte Kunden“ hätte ja noch siner peinlichen Nummer gepasst, aber so?

Kopfschüttelnd ein zufriedener Versatel-Kunde!