Nahrhaftes im Herbst

Bei einem Spaziergang habe ich schon einige Früchte entdeckt, welche eigentlich ziemlich nahrhaft sind, aber heute wohl nur noch von wenigen Leuten „in der Stadt“ geerntet werden…

Holunderbeeren externer Link ergeben einen sehr wohlschmeckenden Saft, welcher reich an Vitamin C ist. Wurde von meiner Mutter als Heilmittel bei starker Erkältung „verordnet“

Olympus OM-D E-M 10 II mit 14-42 Pancake. F 5.0, 1/125 @ 28 mm, ISO 320

Hagebutten externer Link können zu Marmelade verarbeitet werden und enthalten ebenfalls viel Vitamin C. Aus der Fruchthülle kann ein Pulver hergestellt werden, welches den Inhaltsstoff Galaktolipid enthält. Ein Mittel gegen Arthrose.

Olympus OM-D E-M10 II mit 14-42 Pancake. F 5.6, 1/125 @ 42mm, ISO 200

(Ungiftige) Pilze ergeben eine schmackhafte Mahlzeit…

Olympus OM-D E-M10 II mit 14-42 Pancake. F 5.6, 1/40 @ 42mm, ISO 1600

Wobei man die kleine Ameise im Wald lassen sollte 😉

Linux scheitert an Ego­zen­t­rik

Unter diesem etwas provokanten Titel kommentiert Thorsten Leemhuis auf den Seiten von heise.de externer Link die „Vielfalt“ und Sonderwege von Linux-Distributionen, die (meiner Meinung nach) mittlerweile immer undurchsichtiger wird. Ich erspare es mir mal, hier eine Auflistung der „gebräuchlichsten“ Distributionen einzufügen.

Ich habe vor ca. 40 Jahre begonnen, mich mit dem Thema Computer zu beschäftigen. Mein „Einstiegsrechner“ war ein TRS-80 von Tandy/RadioShack, der zuerst überwiegend mit NewDOS betrieben wurde. Es folgten ein TI 88/4a von HP, ein C64, dann ein Commodore PC-10 II mit einer 20 MB-Festplatte. Danach habe ich über die Jahre meine PC’s immer selbst zusammengeschraubt und bin über MS-DOS 3.X bis zu Windows 95 damit immer ganz zufrieden gewesen. Irgendwann habe ich dann beschlossen, den Weg in die Apple Welt einzuschlagen und habe mir einen Mac Mini (PowerPC) zugelegt. Die „Einheit“ aus Hard- und Software hat es mir angetan! Nach einem 24-Zoll iMac (auch Power PC) wurde es schließlich ein 27-Zoll Core 2 Duo (Late 2009) iMac, den ich im letzten Jahr bei Gravis gegen ein iPhone SE eingetauscht habe…

Auf meinem Schreibtisch werkelt mittlerweile ein Intel NUC mit i5, auf dem Linux Mint läuft. Grund für diese Entscheidung waren zum Einen die ziemlich happigen Preise, die Apple mittlerweile für einen 27-Zoll iMac aufruft und die Daten-Sammelwut von Mircrosoft (hier beispielsweise, wie Office 365 Mitarbeitern „auf die Finger“ schauen kann externer Link), die mit Windows 10 eine neue Blüte erlebt.

Linux Mint erfüllt alle meine Ansprüche, die ich als durchschnittlicher User habe. Ich kann Briefe schreiben, meine Fotos mit einem kalibrierten Bildschirm bearbeiten (auch RAWs entwicklen), E-Mails schreiben und im Internet surfen. Das alles fast kostenlos (ich habe dem Team eine Spende zukommen lassen) und fast ohne großen Stress. Stress gibt es nur dann, wenn etwas nicht so will, wie ich es mir denke. Dann muss ich Google oder das Ubuntu-Wiki bemühen und nach Lösungen für mein (meistens selbst gemachtes/gedachtes) Problem suchen. Und irgendwie hat bisher immer noch alles geklappt.

Aber manchmal, ja manchmal wünsche ich mir, die vielen fleißigen Entwickler all dieser Distributionen würden ihr Know-How mal zusammenwerfen und so was richtig „tolles“ machen, anstatt sich in dieser Vielstaaterei zu verzetteln. Eine Hardwareerkennung, die auch wirklich die benötigten Treiber installiert, eine Erkennung von Sensoren, die auch wirklich anzeigen, was im Rechner vorgeht.

Beispiele:

  • Das Notebook meiner Nachbarin hat ein frisches Linux Mint bekommen. Das WLan funktioniert aber nicht. Ein lspci zeigt an, dass der Chip erkannt wird. Ein kurzes Googlen fördert den passenden Befehl zu Tage, mit dem die Treiber installiert werden. Meine Nachbarin wäre schon am lspci im Terminal gescheitert.
  • Mein alter AMD-Rechner (mit E-450 CPU) wurde für den Verkauf bei ebay mit einem Linux Mint ausgerüstet. Es lassen sich zwar in der Taskleiste Sensoren anlegen, die die CPU-Temperatur anzeigen, aber die Lüfterumdrehung tuts nicht. Ich kann zwar drauf verzichten, aber…
  • Ein sehr gut erhaltener Canon-Scanner findet seinen Weg zu ebay, weil er von SANE nicht unterstützt wird. Gut, ein ebenfalls guter Canon LIDE 200 fand über ebay seinen Weg zu mir und funktioniert, weil ich mir vorher die Liste der unterstützten Scanner angeschaut habe.

Viele dieser Probleme werden damit zusammenhängen, dass die Geräte „Closed Shop“ sind, und sich Treiber nicht „mal eben“ schreiben lassen. Aber ich gehe davon aus, dass keine der anderen Distributionen das erste und zweite Problem besser gemeistert hätte. Und daher sind sie aus meiner Sicht eben (fast) nutzlos.

Es gibt ein Linux (einen Kernel), welcher durch den Desktop und die beigefügten Programme zum Leben erweckt wird. Beschränkt Euch doch darauf, schöne Desktops zu machen (und dann den 33. MacOS-Clone und den 199. Windows 7-Clone), aber seht zu, dass Lieschen Müller ihren Rechner mit einer eingelegten CD oder einem eingesteckten USB-Stick komplett zum laufen bekommt, ohne ein Studium in Linux absolviert zu haben. Dann hat Linux eine Chance, auf dem Desktop eine größere Rolle zu spielen!

Eine Art Cevapcici

Hackröllchen vom Grill haben viele Namen, viele Rezepte und viele Variationsmöglichkeiten. Ich habe sie in einer „griechischen Variante“ zubereitet, wobei sich das Attribut „griechisch“ auf deutschen Bio-Feta bezieht, der als Füllung dient. Aber was soll’s, die Hauptsache ist, dass etwas schmackhaftes auf den Teller kommt.

Die Zutaten:

  • 500 gr. Rinderhack
  • 250 gr. Schweinehack
  • 2 gr. Bohnenkraut,
  • 8 gr. schwarzer Pfeffer gemahlen
  • 2 gr. Thymian
  • 4 gr. Piment
  • 2 gr. Koriander
  • 2 gr. Cumin
  • 5 gr. Natron
  • 4 gr. Jalapenos (getrocknete, gemahlen) oder ein anderes „scharf“ nach Belieben
  • 4 gr. Oregano
  • Knobi nach Belieben
  • Zwiebelpulver nach Belieben
  • etwas Zitronensaft
  • etwas Brühe
  • etwas Öl

Für die Füllung und als zusätzliche Geschmacksgeber waren noch am Start

  • 1 Packung Bio Feta (Schaf- und Ziegenmilch)
  • 1 Bund glatte Petersilie gehackt

Den Variationsmöglichkeiten sind (fast) keine Grenzen gesetzt. Wer bestimmte Gewürze nicht zur Hand hat oder sie nicht mag, kann sie weglassen oder durch eine für ihn bessere Alternative ersetzen!

Das Hack wird mit allen Zutaten (außer dem Feta) zu einer bindigen Masse (bindig bedeutet, dass der Hackteig schön klebrig sein muss) verarbeitet

Den Teig gut bindig kneten

Um Röllchen formen zu können und dabei nicht alles mit dem klebrigen Hack einzusauen, empfiehlt es sich, ein Schneidebrett mit Frischhaltefolie zu umwickeln. Darauf platzieren wir ein bis zwei Esslöffel von der Masse, geben ihr eine rechteckige Form und streichen sie schön glatt. Etwa so

etwas Hack auslegen

Jetzt kann der Feta aufgelegt werden, der in passende Stifte geschnitten worden ist

Feta auflegen

Jetzt kommt wieder ein guter Esslöffel von der Masse auf den Feta

mit etwas Hack bedecken

Und jetzt lässt sich die untere Hackmasse mit einem beherzten Griff umklappen und auf der Frischhaltefolie rollen! Kein Trick, keine Hilfsmittel, keine übersinnlichen Kräfte, keine begnadeten Hände. Je „dichter“ die Oberfläche der Röllchen geschlossen ist, um so weniger Saft wird beim Grillen auslaufen!

Ein fertiges Röllchen

Meine Ausbeute aus der Masse waren 7 Röllchen; das sollte reichen um 2 bis drei hungrige Esser zu versorgen. Daraus kann man aber auch den Bedarf an Zutaten für eine größere Menge Röllchen errechnen

Die Ausbeute: 7 Röllchen

Im Hinterkopf hatte ich das griechische Gericht Soutsoukakia (Σουτζουκάκια), Fleischbällchen, die in einer schmackhaften Tomatensauce geschmort werden. Eine Sauce in dieser Art wollte ich zu meinen Röllchen haben. Der Rest Feta (ungefähr die halbe Packung) wurde mit einer Dose stückige Tomaten, Oregano, Knobi, Salz und Pfeffer in einen Topf kurz erwärmt

schnelle Tomnaten-Feta-Sauce

Die Röllchen wanderten noch einmal in den Kühlschrank und der Grill, sowie die Beilagen (bei uns schnöde Pellkartoffeln) wurden vorbereitet. Die Röllchen werden auf dem Grill für 4 „Umdrehungen“) jeweils ca. 3 Minuten bei ca. 230°C angegrillt und mit etwas Brandig versehen.

scharf angrillen und drei Mal „wenden“

Danach werden die Röllchen in den indirekten Bereich verschoben und dürfen noch ein paar Minuten (ca. 6-8) ziehen (Frei nach Loriot: „Ein Griller hat das im Gefühl“). Dann kann serviert werden

Das Tellerbild

Bei der Wahl der Beilagen sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt! Meine Röllchen waren saftig und fluffig, wobei die „Fluffigkeit“ dem Natron als Backtriebmittel zuzuschreiben ist! Der Feta war relativ „mager“ und ist kaum geschmolzen, was dem Geschmack aber keinen Abbruch tut!

Der Anschnitt – schöne Verteilung von Hack und Feta…

Guten Appetit, Kali orexi usw..

Besuch im Tierpark Bochum

Ein Besuch im Zoo (in Bochum ist es „nur“ ein Tierpark und Fossilium externer Link) bietet immer die Möglichkeit, mit dem Fotoapparat Tiere einzufangen.

Kamera: Olympus OMD E-M 10 MKII, Panasonic Lumix G Vario 35-100, f 5.6, 1/200, ISO 200

Hier noch einn 100% Crop (aus 1200 px skaliert):

Hier ein Foto aus dem Aquarienhaus

Kamera Olympus OM-D E-M-10 MKII, Olympus M.Zuiko 25 mm, f 2.2, 1/80, ISO 640

Auch hier ein 100% Crop, der auf 1200 px skaliert wurde

Eine neue Kraft für NRW

Die bisherige „Rot-Grüne“ Landesregierung bzw. die Sozialdemokratische Partei Deutschlands und die Partei Bündnis 90/Die Grünen konnten bei der heutigen Landtagswahl nicht genug Wählerstimmen auf sich vereinen, um wieder eine Regierung zu bilden.

Die CDU wurde heute in der Berichterstattung mehrmals als „Neue Kraft“ bezeichnet – ein nettes Wortspiel…

Ich trinke heute Abend „Wat laschet!“ – auch ein Wortspiel 😉

Wat laschet