Schweinefilet mit Chorizo-Kern im Speckmantel

Bereits vor längerer Zeit hatte ich als „Last-Minute-Rezept“ ein Essen für mehrere Personen gepostet, welches sich auch gut vorbereiten lässt. Nun habe ich es mal wieder nachgebaut, aber leicht verändert. Da den Gästen die „neue“ Version ebenfalls sehr gut geschmeckt hat, gibt es dazu jetzt eine bebilderte Anleitung.

Die Zutaten für 8 gute Esser sind:

  • 8 Schweinefilets (ganze Filets, also nicht nur die Spitzen, die oft im Angebot verkauft werden)
  • 1 Chorizo sarta (also die „scharfe“ Variante)
  • 400 – 500 gr. geräucherter Schinken (ich hatte Schwarzwälder, Bacon würde aber auch gehen)
  • 2 Dosen Champignons (die kleinen Köpfe, größere müssen dann in Scheiben geschnitten werden)
  • 1 Tube Tomatenmark
  • ca. 5 Becher Sahne

Die Zubereitung:

Die Schweinefilets werden mit einem Schnitt versehen und aufgeklappt; dabei werden sie aber nicht ganz durchgeschnitten!

eine Tasche in die Filets schneiden

Die Chorizo wird von der „Pelle“ befreit und in möglichst lange Streifen geschnitten. Diese werden in die aufgeschnittenen Filets eingelegt

Streifen der Chorizo in den Schnitt legen

Dann werden die Filets schön mit dem Schinken eingewickelt. Das Ende etwas einklappen und „einbinden“, dann erhält man eine schöne gleichmäßige Form und das Fleisch gart gleichmäßiger. Das Fleisch muss nicht gewürzt werden! Der Schinken und die Chorizo geben genug „leckeren“ Geschmack!

Filets wieder schließen und in den Schinken wickeln

Die 8 Filets (sie wogen zusammen knapp über 2 Kilo) füllten dann die große Koncis-Form vom großen schwedischen Möbelhaus

Eine große Auflaufform „voll“ Fleisch

Nun werden die Champignons dazu gegeben – ich habe noch die restliche Chorizo in Würfel geschnitten und ebenfalls in die Form gegeben. Dann habe ich die Filets doch noch mit etwas Pfeffer gewürzt.

Nun wird die Sahne mit dem Tomatenmark verrührt. Falls Ihr die Menge an Fleisch reduziert habt und eine kleinere Form benutzt, reicht weniger Sahne, ansonsten reichen hier 5 Becher. Dann die Flüssigkeit über die Filets gießen

Die Tomaten-Sahne-Sauce über das Fleisch geben

Damit sind die Vorbereitungen beendet. Ich habe die Koncis auf den kalten Balkon gestellt, im Sommer gehört das Fleisch natürlich in den Kühlschrank.

Ca. 1 1/2 Stunde, bevor die Gäste abgefüttert werden sollen könnt Ihr den Backofen (200°C Ober-und Unterhitze) oder die Grillkugel (indirekt) vorbereiten und die Form in den Ofen / die Kugel stellen. Ist das Fleisch gar, kann man es auf die bereitstehenden Teller hieven. Als Richtwert für die evtl. zu messende Kerntemperatur sollten 78 – 80°C angepeilt werden. Wenn die Fleischqualität „stimmt“ sollten die Filets nicht trocken geworden sein.

aufgeschnitten und auf den Teller damit!

Als Beilage passen Kritharaki (die kleinen griechischen Reisnudeln) aber auch Bandnudeln oder Reis und ein gemischter Salat.

Kritharaki passen sehr gut als Beilage

Fazit:

Das ganze ist sehr stimmig durch das Räucheraroma des Schinkens, die leichte Schärfe der Chorizo und die „süffige“ Sauce, die eine leichte Süße durch das Tomatenmark mitbringt. Da sich das Gericht gut vorbereiten lässt, hat man(n) auch Zeit, sich um die Gäste zu kümmern.

Der „alte Fuchs“ kauft bei ebay ein

Ich habe derzeit einen Artikel bei ebay zum Verkauf stehen. Ein wenig benutzter und sehr gut erhaltener Rolladenwickler von Rollotron. Nachdem ich den Artikel gestern eingestellt habe, bekam ich heute eine Mail von einem ebay-Mitglied. Daraus entwickelte sich folgender Mail-Verkehr:

Mail eines „netten Menschen“ über ebay:

„Ich habe starkes Interesse an diesem Gerät, daher nachstehende Fragen mit der Bitte um kurze Rückmail. Wie viele Monate war dieses Gerät in Betrieb? Läuft es einwandfrei? Warum wird es verkauft?“

Meine Antwort:

„Hallo,

das Gerät war nur ca. 3 bis 4 Monate in Betrieb. Es „betrieb“ die Rollade im Schlafzimmer, die eigentlich nie komplett geöffnet/geschlossen wurde, sondern meisten auf einer Stellung verblieb. Nach dem Umbau des Schlafzimmers wurde eine neue Rollade mit Unterputz-Rollotron verbaut, daher ist es jetzt überflüssig.

Das Gerät funktioniert einwandfrei und sieht (fast) aus wie neu!

Herzliche Grüße“

Antwort des „netten Menschen“:

„Herzlichen Dank für Ihre schnelle Rückantwort, ich vertraue Ihren Angaben.

Ich muss Ihnen nicht sagen, dass es sich um ein Gerät handelt, welches nicht mehr produziert wird-trotzdem hätte ich es gerne als Ersatz, daher nachstehender Vorschlag:

Sie korrigieren den Sofortkaufpeis auf Euro 85,00 – sowie ich diese Änderung feststelle, würde ich dieses Gerät für diesen Preis kaufen.

Ich bin jetzt für gut 1 Stunde unterwegs und werde nach 1 Stunde nachschauen, ob Sie den Sofortkaufpreis geändert haben, um dann u.U. sofort zu bieten.“

Meine Antwort:

„Sie sind mir wirklich ein alter Fuchs…(bezieht sich auf den Usernamen des „netten Menschen“)

Warum sollte ich Ihnen zu Liebe etwas an meinen Preisvorstellungen ändern? Gehen Sie doch mal zur Elektroschrott-Sammelstelle, vielleicht finden Sie da was passendes!

Sofern Sie ein Gebot abgeben, werde ich es umgehend streichen.

Keine freundlichen Grüße

PS: ebay freut sich immer darüber, wenn man so „Experten“ wie Sie meldet. Und mein Anwalt freut sich über Ihre weiteren Reaktionen!“

Antwort des „netten Menschen“:

„Ihre Rückmeldung finde ich „lächerlich und beschämend“ – für mich kein fairer ebay-Vekäufer.“

Himbeere mit Wohlklang

Da das analoge Radio wohl über kurz oder lang „abgeschaltet“ werden wird und der Empfang im Esszimmer trotz kleiner Wurfantenne nicht berauschend ist, habe ich vor längerer Zeit ein Dual Internetradio erworben. Leider hat sich diese Investition aus verschiedenen Gründen als Flop herausgestellt. Neben der umständlichen Bedienung und einer (fast) unbrauchbaren Fernbedienung kann dieses „Unding“ nur ganz beschränkt Musik wiedergeben, die vom NAS via UPnP-Server bereitgestellt wird. Bei einer umfangreicheren Sammlung von Musik in den verschiedensten Formaten ein „No-Go“.

Seit einigen Tagen spielt am „Einfachverstärker“ eine Kombination aus einem Raspberry 3, einem DAC von Audiophonics und einem dazu passenden Gehäuse.

Das gesamte Kit kann entweder „fertig“ oder als DIY-Kit bei Audiophonics erworben werden. Der etwas günstigere Preis und die Aussicht, mal wieder etwas „zu basteln“ ließen mich nicht zum Fertiggerät greifen…

Nachdem das Kit (zunächst ohne Netzteil) innerhalb einer Woche bei mir eintraf, konnte ich es innerhalb von ca. 30 Minuten zusammen bauen. Eine microSD-Karte mit dem piCorePlayer hatte ich schon vorbereitet und an meinem Raspi 2 getestet. Der bescheidene Klang des Kopfhörerausgangs war der Grund, einen DAC anzuschaffen. Die Wahl zugunsten des piCorePlayers beruhte auf dem ihm zugrunde liegenden Konzept der Sqeezebox von Logitech. Dadurch können mehrere Player einfach gesteuert und synchronisiert werden. Außerdem (für den WAF ganz wichtig!) kann ein Favorit eingestellt werden, der beim einschalten automatisch wiedergegeben wird. Ideal, um Morgens immer mit WDR 2 „berieselt“ zu werden. Das etwas größere Gerät habe ich wegen der OLED-Anzeige und der Möglichkeit zur Nachrüstung einer IR-Fernbedienung erworben – und damit begannen die Probleme…

Der Lieferung war (und wird auch nicht!) keine Anleitung beigelegt. Es gibt lediglich ein Video des Zusammenbaus auf Youtube. Insbesondere die Ansteuerung des Displays erweist sich dabei als Stolperfalle, da der Raspi vom DAC mit Strom versorgt wird und die am DAC herausgeführten Steckerleiste eine andere Belegung hat, als die GPIO des Raspi. Für diejenigen, die den Nachbau erwägen hier einige Informationen:

  • Für den Betrieb des Displays müssen einige Extensions installiert werden: nano, python, wiringpi, python-rpi gpio und python 3.4
  • Für den beleuchteten Schalter gibt es eine Extension von Audiophonics, die direkt aus dem sourceforge repository geladen werden kann
  • Die Belegung der GPIO-Pins für das Display ist: OLED_DB4=25, OLED_DB5=24, OLED_DB6=23, OLED_DB7=27, OLED_RS=7, OLED_E=8
  • Da der PiCorePlayer das Betriebssystem nach dem Start in das RAM lädt (dadurch wird die SD-Karte nicht durch Schreibzugriffe „abgenudelt“) müssen bei jeder Änderung an den Skripen die Änderungen mittels „Backup“ von der Mainpage gesichert werden, damit sie beim nächsten Start noch vorhanden sind!

Hilfreiche Beiträge fand ich hier:

Sollten noch Fragen auftauchen… Bitte einen Kommentar hinterlassen.

 

3-Gänge-Menu „á la Ente“

Für die Geburtstags-Nachfeier meiner Frau habe ich für die Gäste ein 3-Gänge-Manu unter dem Motto „á la Ente“ zubereitet. Einige der Arbeitsschritte wurden fotografisch dokumentiert und werden hier mit kurzen Erläuterungen wiedergegeben. Das komplette Menu mit der „Bauanleitung“ ist als Anhang am Ende des Beitrags verlinkt und kann herunter geladen werden.

Das Menu bestand aus den folgenden Teilen:

  • Entenleberpâté auf Ciabatta
  • Mango-Ruccola-Feldsalat mit Entenhautcrumble
  • Entenbrust SV mit Kartoffelstampf
  • Apple-Bacon-Cream-Candy mit Vanilleeis

Begonnen habe ich zwei Tage vor der Feier mit der Pâté.

Die Herstellung der Pâté beginnt mit dem anschwitzen von Schinkenwürfeln, Zwiebeln und Schalotten, die mit einer Mischung aus Sherry, Madeira und Calvados abgelöscht werden

pate_1 Weiterlesen

Frikassee / Fricasseé vom Huhn

Mit zunehmender Kälte „draußen vor der Tür“ kommt wieder die Zeit, in der deftigere Gerichte gekocht werden. Deftig, aber schmackhaft und nahrhaft ist ein Frikassee vom Huhn:

Zutaten:

  • ½ Suppenhuhn (je nach Menge der Fleischeinlage, die gewünscht wird)
  • 1 Packung Suppengrün (Möhre, Sellerie, Porre etc.)
  • 1 kleines Glas / eine Dose kleine Champignonköpfe
  • 1 kleines Glas / eine kleine Dose Erbsen
  • 1 kleines Glas Spargel
  • 50 gr. Butter und
  • Mehl für die helle Mehlschwitze
  • Kapern (ich bevorzuge eingesalzene Kapern, die noch gewässert werden müssen)

Zubereitung:
Ich bereite Hühnerfrikasse „klassisch“ auf der Basis eines Blanketts zu. Das ist die Hühnerbrühe, die nun zuerst gekocht wird.

Das Suppenhuhn ggf. säubern und den „Bürzel“ (fettiges Schwanzende) abschneiden. Nun das Huhn in reichlich Wasser in einem großen Topf auf den Herd setzen und nach dem aufkochen bei mittlerer Hitze ca. 1 Stunde kochen. Dann das klein geschnittene Suppengrün zugeben und weitere 30 Minuten kochen.

Das Huhn aus dem Topf nehmen und beiseite stellen. Die Brühe kann nun mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt werden.

Nun das Hühnerfleisch von den Knochen lösen und in kleine Stücke schneiden, danach zur Seite stellen.

In einem mittelgroßen Topf ca. 50 gr. Butter schmelzen und mit Mehl bestäuben und gut vermischen. Wenn sich Brocken bilden hat die Butter ihre Bindefähigkeit erreicht. Einen Schneebesen bereithalten und von der Hühnerbrühe so viel Brühe durch ein Sieb zugeben, bis nach dem verrühren mit dem Schneebesen eine gut angedickte Sauce entsteht.

Jetzt das Fleisch, die halbierten Champignonköpfe, die Erbsen, die Kapern und den Spargel zugeben und alles gut vermischen. Nicht mehr aufkochen, sondern bei kleiner Hitze heiß werden lassen. Ggf. noch etwas Brühe zugeben um die Konsistenz der Sauce einzustellen. Die Sauce nochmals mit Salz, weißem Pfeffer und Zitrone abschmecken. Sie muss leicht säuerlich schmecken; ggf. mit einem kleinen Schuss weißem Balsamico nachhelfen.

Serviert wird mit Reis.

Hühner-Frikassee