219 Millionen, 1,8 Milliarden, 100 Milliarden

Wenn ein Autokonzern den Hals nicht voll genug bekommt und für den Erhalt von Arbeitsplätzen Unterstützungen durch den Steuerzahler kassiert – um wen könnte es sich bei diesen Summen handeln?

Richtig! General Motors lässt mal wieder den Rotstift neue Striche ziehen: das Werk in Bochum schließen, das Werk Ellesmere schließen und Arbeiter, die über Jahre an “ihre” Firma geglaubt haben, Lohnverzicht geübt haben, auf Weihnachtsgeld und Lohnerhöhungen verzichtet haben, ihre Arbeitszeit flexibilisieren und jeden Tag treu am Band stehen auf die Straße setzen. Da kann man nur noch auf Michael Moore und seinen Film “Roger & Me” verweisen, der zeigt, wie eine Stadt den Bach heruntergeht, wenn GM beschließt, dass mit innovativer Kraft nichts mehr zu retten ist…


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Heute mal griechisch: Spanakopita

Gern gegessen habe ich während meiner Urlaube in Griechenland immer Spanakopita, ein “Strudel”, der mit Spinat und Feta gefüllt wird.  Sowohl warm als auch kalt ein Genuss! Der Teig für den Strudel stellte bisher für mich immer ein Hindernis dar, da ich nicht so der backbegeisterte bin… Aber es gibt den Teig mittlerweile auch als fertige Teigblätter zu kaufen – einfach mal im Supermarkt danach Ausschau halten, oder den türkischen Händler des Vertrauens besuchen, der sollte Yufkateig führen.

Es werden benötigt:

  • ca. 1.000 gr. Spinat (tiefgefroren und aufgetaut)
  • ca. 400 gr. Feta (möglichst Schafskäse wegen des Aromas)
  • 1 bis 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 2 bis 3 Knoblauchzehen
  • 1 mittelgroßes Ei
  • etwas Olivenöl
  • Oregano, Thymian, Salz, Pfeffer und
  • 1 Packung Yufkateig (ca. 250 gr. oder 10 Blätter)


Die Zwiebeln werden geschält und in feine Streifen geschnitten, Knoblauch fein hacken und beides mit etwas Olivenöl in einer Pfanne leicht anschwitzen (dann haben die Zwiebeln nicht mehr so viel Biss).Nun eine passende Auflaufform (ich habe eine aus Edelstahl genommen) einölen und die erste Hälfte Blätter so darin verteilen, dass sie “heraushängen” und später wieder nach innen geklappt werden können.

Nun die Blätter in der Form ebenfalls mit etwas Öl einpinseln und die erste Lage Spinat darauf verteilen. Den Feta in kleine Würfel schneiden und darüberstreuen; dann die Zwiebeln darauf verteilen und alles mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Ich habe für den “griechischen” Geschmack noch etwas Oregano verwendet.  Nun die zweite Lage Spinat darauf, dann den restlichen Feta und alles etwas mit einem Löffel andrücken, damit nicht zu große Leerräume verbleiben.

Jetzt wieder etwas würzen (s.o.) und etwas Olivenöl darübergiessen. Zum Schluss die restlichen Yufkablätter auflegen und die überhängenden Stücke darüberklappen. Das Ei verquirlen und die Blätter damit einstreichen.

Jetzt ab in den vorgeheizten Backofen und bei 180°C mit Ober- und Unterhitze ca. 30 bis 35 Minuten backen bis der Teig bzw. das Ei goldbraun geworden ist.

Kali orexi! oder Καλή όρεξη!

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In Memoriam: Johnny Cash

der heute 80 Jahre alt geworden wäre


Um die Intensität dieses Albums zu erfahren, lohnt es sich auf Vinyl zurückzugreifen! Ich muss leider gerade die Tracks von einer CD anhören :-( :-(

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Spinat-Käse-Rolle mit Lachs-Frischcremefüllung

Unter diesem etwas sperrigen Titel möchte ich heute ein Rezept wiedergeben, welches einfach und schnell zubereitet ist und bei Gästen immer wieder für Beifall sorgt ;-)

Zutaten:

  • 250 gr. TK-Rahmspinat (“der mit dem Blubb”)
  • 200 gr. Geriebener Käse
  • 200 gr. Räucherlachs
  • 200 gr. Kräuter-Frischkäse
  • 2 Eier
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Den Rahmspinat auftauen, so dass er sich verrühren lässt. Die Eier und die Hälfte des gerie­benen Käse zugeben. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und verrühren. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Spinatmasse darauf dünn verstreichen. Das sollte dann etwa so aussehen:

Die Masse bei 180°C ca. 15 Minuten backen. Dann den restlichen Käse auf der Masse verteilen und für ca. 5 bis 10 Minuten weiter backen, bis der Käse schön verlaufen/ge­bräunt ist. Die Masse abkühlen lassen. Das sieht dann so aus:

Die erkaltete Masse mit der Hälfte des Frischkäse bestrei­chen und danach mit dem Räucherlachs belegen. Dann den Rest des Frischkäse darauf verstreichen. Das sieht dann so aus:

Nun die Masse zu einer schönen Rolle rollen. Einfach das Backpapier anheben, das angehobene Ende etwas „einschlagen“ und vorsichtig rollen. Die Rolle in Frischhaltefolie wickeln, ggf. noch eine Lage Alufolie darum und für einige Stunden (z.B.über Nacht) in den Kühlschrank legen.

Zum ser­vieren in Scheiben aufschneiden. Die Scheiben kann man auch vorsichtig in der Mikrowelle erwär­men.

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“Der Dienst an den Menschen in unserem Land”

so spricht unsere Bundeskanzlerin über den Bundespräsidenten Christian Wulff, der heute sein Amt niedergelegt hat.

Der Dienst an an den Menschen in unserem Land beschränkte sich aus meiner Sicht darauf, einen netten Urlaub zu günstigen Konditionen (kostenlos?) zu verbringen, eine Hypothek bzw. einen Kredit zum Kauf eines Hauses zu günstigen Konditionen in Anspruch zu nehmen, ein Auto zu günstigen Konditionen zu leasen, Erster Klasse mit einem Flugzeug zu fliegen und Partys unter dem Motto “Nord-Süd-Dialog” zu veranstalten.

Warum habe ich bei dem Namen Christian Wulff nur eine unsägliche “Homestory ” im Gedächtnis, in der er Herrn Deppendorf und Frau Schausten erklärt, dass er nichts “unrechtes” getan hat. Unvergessen wird mir der Satz bleiben: “Ich möchte nicht in einem Land leben, in dem man keinen Urlaub mehr bei seinen Freunden machen darf.”

Tja, “Der Dienst an den Menschen in unserem Land” beschränkte sich wohl wirklich darauf, zum eigenen Vorteil das Amt des Bundespräsidenten in Anspruch zu nehmen. Tschö Herr Wulff!

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Arm und “ganz” arm…

Mein Lieblings-Urlaubsland Griechenland taumelt nun schon seit geraumer Zeit dem Staatsbankrott entgegen. Die “Troika” fordert harte Einschnitte, die unter dem Begriff “sparen” laufen: Steuererhöhungen, Verkauf von Staatsbesitz, “Privatisierung” bisher stattlicher Firmen usw.. Nachdem heute eine Liste der größten Steuerschuldner veröffentlicht wurde , die ihr Vermögen bereits in das Ausland geschafft haben oder eh nicht mehr ihre Steuerschulden bezahlen werden, las ich im Griechenland-Blog , wie die Regierung in diesem Jahr die Einkommenssteuer für 2011 festsetzen wird. Mich graut nur noch… Ein krankes System, welches von fiktiven Einkünften ausgeht, um die Einkommenssteuer festzusetzen. Aber der einfachste Weg, um an die Knete der Bürger zu kommen. Ich frage mich nur: “Wenn den Leuten das (wahrscheinlich nicht vorhandene Geld) aus der Tasche gezogen wird, wie können dann noch die wohl immer noch erforderlichen Fakelakis im Krankenhaus etc. bezahlt werden?” Die werden ja wohl jetzt noch wichtiger als bisher! Und: NEIN, ich heiße dieses “Briefchen unter dem Tisch durchreichen” nicht gut, habe aber in den letzten Jahren erkannt, dass man sich nur damit Leitungen “erkaufen” kann, die einem sonst nicht gegeben werden – eben z.B. eine Behandlung im Krankenhaus.

Ich überlege, ob ich in diesem Jahr Urlaub auf Kreta machen werde, um dort etwas (mehr) von meinem Geldes zu lassen – mal sehen. Anfang Mai ist zwar noch nicht die ideale Reisezeit, aber wahrscheinlich schon besser als hier bei uns…

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Zerrupftes Schwein – Pulled Pork vom Gasgrill

Seit diesem Sommer bin ich ja glücklicher Besitzer eines Outdoorchef Gasgrills Brisbane 4B . Dabei habe ich mich bei der Anschaffung nicht für die “runde” Ausführung (die mit dem genialen Trichtersystem), sondern für die “klassische “BBQ-Version” mit vier Brennern (ca. 13,2 KW Gesamtleistung!), Haube (sowieso!!) und Grillrosten aus Guss entschieden. Nach einigen leckeren Gerichten, die ich seitdem auf dem Grill zubereitet habe, sollte es zu Silvester etwas besonderes sein: Pulled Pork! Das ist ein mehr oder minder großes Stück Schweinenacken oder Schweineschulter, welches lange bei niedriger Temperatur zubereitet wird (“low&slow”).

Am Donnerstag habe ich zwei schöne Nackenstücke vom Metzger meines Vertrauens abgeholt, die schon ausgelöst waren. Zwei Stücke Nacken, die mit Knochen ca. 5,6 Kg gewogen haben. Das genaue Gewicht ohne Knochen war bei beiden Stücken wegen des Anzeigebereichs der Küchenwaage leider nicht feststellbar, da diese nur bis 2kg misst ;-)

Beide Stücke wurden klassisch mit Kühne Senf „Dijon scharf“ eingerieben und mit Magic Dust, einer Standard-Gewürzmischung, gewürzt. Danach durften sie 24 Stunden im Kühlschrank ruhen. Dann wurde der Grill gesäubert und vorbereitet (nur noch zwei Roste im Grill, für die Wasserschale unter dem Fleisch wurden die Fettabweisen entfernt). Die Wasserschale wurde mit ca. 1,5 Ltr. Wasser befüllt. Die beiden Fleischstücke wurden zu Beginn mit einer Räucherbox voll Mesquite-Holz geräuchert. Die Räucherbox mit den Chips wurde für 2 Stunden in kaltes Wasser gestellt. Um den Rauch zu entwickeln wurde sie auf dem Fettabweiser direkt über dem linken Brenner positioniert.

Gestartet wurde die Aktion um 22:15 Uhr am Freitag, dem 30.12.2011… Nachdem sich die Kerntemperatur (KT) des Fleisches erwartungsgemäß in den ersten Stunden schnell der Grilltemperatur (GT) von ca. 110°C näherte, begann ab 8:00 Uhr die Phase, in der die Kerntemperatur nur noch langsame steigt. Stündlich waren jetzt nur noch ein bis zwei Grad Zunahme zu verzeichnen. Der genaue Verlauf ergibt sich aus diesem Diagramm:

 

Um 18:00 Uhr -also nach fast 20 Stunden!!- wurde die Aktion bei einer Kerntemperatur von 92°C beendet, um dem Fleisch noch eine Stunde Ruhe zu gönnen. Dazu wurden die beiden Stücke in Alufolie eingewickelt und in einer Kühlbox mit Wasserflaschen voll heißem Wasser warmgehalten. Anschließend konnte das Fleisch mit zwei Gabeln “zerrupft” werden (daher Pulled Pork) und wurde auf Brötchen mit selbstgemachtem Krautsalat und verschiedenen Soßen verspeist. Hier noch ein Bild des “gerupften” Fleisches:

Die übliche Ungläubigkeit der Gäste (“Wie, 20 Stunden gegrillt?”) wurde von “Boah – Lecker!” abgelöst… Ich habe mich darüber sehr gefreut; die “Arbeit” hat sich gelohnt – eine Leckerei, die bestimmt wiederholt wird. Und: auch wenn es auf dem Foto nicht so aussieht: das Fleisch war sehr saftig!

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Wo bleiben die Anständigen?

fragt Jakob Augstein in seiner heutigen Kolumne  in Spiegel online… Nun, lieber Herr Augstein, Sie stellen richtig fest, dass die Politik nach der “Ergreifung” der rechtsextremistischen Täter sehr schnell begriffen hat, dass da wohl in der Vergangenheit etwas schief gelaufen ist. Herr Lammert entschuldigt sich bei den Angehörigen der Ermordeten, Frau Merkel hat auch erkannt, das es einer verstärkten Beschäftigung mit solchen Leuten bedarf. Auch Herr Ziecke, Chef des Bundeskriminalamtes kann uns erhellend mitteilen, dass die Täter sich “völlig atypisch” verhalten haben  – sie haben nämlich keine Bekennerbriefe verschickt. Wäre ja auch zu einfach gewesen, wenn man so einen Anhaltspunkt für die Verfolgung der Täter gehabt hätte.

Die Schlussfolgerung, dass sich das sich das “Erschrecken” der Bevölkerung in Grenzen hält, kann ich nachvollziehen. Das wird aber wohl auch daran liegen, dass die Justiz seit Jahren wesentlich mehr Energie darauf verwendet, diejenigen mit allen Mitteln zu verfolgen, die auf diese braune Brut aufmerksam gemacht haben. Einige Beispiele listet die Süddeutsche Zeitung auf , und im Februar dieses Jahres wurde offensichtlich mehr Energie darauf verwendet, die Gegner eine Aufmarsches von Neonazis in Dresden einer groß angelegten Handy-Rasterfahndung zu unterziehen , als dem Treiben der Neonazis die notwendige Aufmerksamkeit zu schenken.

Sorry Herr Augstein, etwas mehr Recherche hätte Ihrer Kolumne gut getan. Es ist wohl eher so, dass “der Staat” die Prioritäten etwas falsch gesetzt hat, wo die wirklichen Feinde zu suchen sind.

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Herbststimmung

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“Kapitalismus in der Reichtumsfalle” [Update]

unter diesem Titel schildert Wolfgang Uchatius  in der Zeit online (aus seiner Sicht) das Problem des heutigen Kapitalismus. (Staats)Schulden, die die Konjunktur ankurbeln sollen, Produktionsmethoden, die die Umwelt zerstören und Menschen, die trotzdem hungern… Ein ziemlich kritischer Artikel, der mit der Aussicht

“Die Not der Massen hat er gelindert, an eine Revolution von unten ist kaum zu denken. An einen neuen Systementwurf von oben sehr wohl.”

etwas zu kurz greift!

Unsere Regierung (und wohl fast alle im Bundestag vertretenen Parteien) halten an  diesem überkommenen System fest! Es geht um die “alternativlose” Rettung von Banken, es geht darum, durch “sparen” (was eigentlich eine Kürzung von Ausgaben zu Lasten derer ist, die eh schon nichts mehr haben)  darum “Haushalte” zu sanieren, die prinzipiell schon hoffnungslos überschuldet sind! Da werden in Griechenland und Italien “Regierungen” installiert, die demokratisch nicht legitimiert sind und deren einzige Aufgabe darin besteht, “Sparauflagen” zu erfüllen, die sicherstellen sollen, dass die Banken ihren Anteil (Zins, Zinseszins…) erhalten. Herr Ackermann & Co haben die Macht übernommen; einen “neuen Systementwurf von oben” kann ich nicht erkennen.

[Update] Ich möchte dann noch einen Link einzufügen: Mario Monti, der neue italienische Ministerpräsident ist im Nebenjob Berater bei Goldman Sachs .

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