Eine Art Cevapcici

Hackröllchen vom Grill haben viele Namen, viele Rezepte und viele Variationsmöglichkeiten. Ich habe sie in einer „griechischen Variante“ zubereitet, wobei sich das Attribut „griechisch“ auf deutschen Bio-Feta bezieht, der als Füllung dient. Aber was soll’s, die Hauptsache ist, dass etwas schmackhaftes auf den Teller kommt.

Die Zutaten:

  • 500 gr. Rinderhack
  • 250 gr. Schweinehack
  • 2 gr. Bohnenkraut,
  • 8 gr. schwarzer Pfeffer gemahlen
  • 2 gr. Thymian
  • 4 gr. Piment
  • 2 gr. Koriander
  • 2 gr. Cumin
  • 5 gr. Natron
  • 4 gr. Jalapenos (getrocknete, gemahlen) oder ein anderes „scharf“ nach Belieben
  • 4 gr. Oregano
  • Knobi nach Belieben
  • Zwiebelpulver nach Belieben
  • etwas Zitronensaft
  • etwas Brühe
  • etwas Öl

Für die Füllung und als zusätzliche Geschmacksgeber waren noch am Start

  • 1 Packung Bio Feta (Schaf- und Ziegenmilch)
  • 1 Bund glatte Petersilie gehackt

Den Variationsmöglichkeiten sind (fast) keine Grenzen gesetzt. Wer bestimmte Gewürze nicht zur Hand hat oder sie nicht mag, kann sie weglassen oder durch eine für ihn bessere Alternative ersetzen!

Das Hack wird mit allen Zutaten (außer dem Feta) zu einer bindigen Masse (bindig bedeutet, dass der Hackteig schön klebrig sein muss) verarbeitet

Den Teig gut bindig kneten

Um Röllchen formen zu können und dabei nicht alles mit dem klebrigen Hack einzusauen, empfiehlt es sich, ein Schneidebrett mit Frischhaltefolie zu umwickeln. Darauf platzieren wir ein bis zwei Esslöffel von der Masse, geben ihr eine rechteckige Form und streichen sie schön glatt. Etwa so

etwas Hack auslegen

Jetzt kann der Feta aufgelegt werden, der in passende Stifte geschnitten worden ist

Feta auflegen

Jetzt kommt wieder ein guter Esslöffel von der Masse auf den Feta

mit etwas Hack bedecken

Und jetzt lässt sich die untere Hackmasse mit einem beherzten Griff umklappen und auf der Frischhaltefolie rollen! Kein Trick, keine Hilfsmittel, keine übersinnlichen Kräfte, keine begnadeten Hände. Je „dichter“ die Oberfläche der Röllchen geschlossen ist, um so weniger Saft wird beim Grillen auslaufen!

Ein fertiges Röllchen

Meine Ausbeute aus der Masse waren 7 Röllchen; das sollte reichen um 2 bis drei hungrige Esser zu versorgen. Daraus kann man aber auch den Bedarf an Zutaten für eine größere Menge Röllchen errechnen

Die Ausbeute: 7 Röllchen

Im Hinterkopf hatte ich das griechische Gericht Soutsoukakia (Σουτζουκάκια), Fleischbällchen, die in einer schmackhaften Tomatensauce geschmort werden. Eine Sauce in dieser Art wollte ich zu meinen Röllchen haben. Der Rest Feta (ungefähr die halbe Packung) wurde mit einer Dose stückige Tomaten, Oregano, Knobi, Salz und Pfeffer in einen Topf kurz erwärmt

schnelle Tomnaten-Feta-Sauce

Die Röllchen wanderten noch einmal in den Kühlschrank und der Grill, sowie die Beilagen (bei uns schnöde Pellkartoffeln) wurden vorbereitet. Die Röllchen werden auf dem Grill für 4 „Umdrehungen“) jeweils ca. 3 Minuten bei ca. 230°C angegrillt und mit etwas Brandig versehen.

scharf angrillen und drei Mal „wenden“

Danach werden die Röllchen in den indirekten Bereich verschoben und dürfen noch ein paar Minuten (ca. 6-8) ziehen (Frei nach Loriot: „Ein Griller hat das im Gefühl“). Dann kann serviert werden

Das Tellerbild

Bei der Wahl der Beilagen sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt! Meine Röllchen waren saftig und fluffig, wobei die „Fluffigkeit“ dem Natron als Backtriebmittel zuzuschreiben ist! Der Feta war relativ „mager“ und ist kaum geschmolzen, was dem Geschmack aber keinen Abbruch tut!

Der Anschnitt – schöne Verteilung von Hack und Feta…

Guten Appetit, Kali orexi usw..

Besuch im Tierpark Bochum

Ein Besuch im Zoo (in Bochum ist es „nur“ ein Tierpark und Fossilium externer Link) bietet immer die Möglichkeit, mit dem Fotoapparat Tiere einzufangen.

Kamera: Olympus OMD E-M 10 MKII, Panasonic Lumix G Vario 35-100, f 5.6, 1/200, ISO 200

Hier noch einn 100% Crop (aus 1200 px skaliert):

Hier ein Foto aus dem Aquarienhaus

Kamera Olympus OM-D E-M-10 MKII, Olympus M.Zuiko 25 mm, f 2.2, 1/80, ISO 640

Auch hier ein 100% Crop, der auf 1200 px skaliert wurde

Eine neue Kraft für NRW

Die bisherige „Rot-Grüne“ Landesregierung bzw. die Sozialdemokratische Partei Deutschlands und die Partei Bündnis 90/Die Grünen konnten bei der heutigen Landtagswahl nicht genug Wählerstimmen auf sich vereinen, um wieder eine Regierung zu bilden.

Die CDU wurde heute in der Berichterstattung mehrmals als „Neue Kraft“ bezeichnet – ein nettes Wortspiel…

Ich trinke heute Abend „Wat laschet!“ – auch ein Wortspiel 😉

Wat laschet

Tipp für den Fleischkauf

Durch Zufall bin ich vor längerer Zeit auf die Landmetzgerei Kruse externer Link in Sprockhövel-Hasslinghausen gestoßen. Heute haben wir dort „etwas“ Fleisch eingekauft. Kruse handelt mit Fleisch aus der näheren (und weiteren) Umgebung, welches teilweise auch als „dry aged“ verkauft wird. Neben Fleisch vom Rind und Schwein gibt es auch Fleisch vom Pferd. Dazu Wurstwaren wie Grillwurst, aber auch gut abgehangene Mettwürste, Chorizo und Ahle Blutwurst.

Wegen der regionalen Ausrichtung und des Verkaufs von Fleisch von Tieren, die unter natürlichen Bedingungen (Achtung: kein BIO-Fleisch) gehalten wurden, hat uns bisher der Geschmack und die Qualität überzeugt. Die Preise sind fair. Falls Ihr mal in der Nähe seid, würde ich mal reinschauen.

Pulse of Europe: Start in Bochum

Auch in Bochum gibt es jetzt regelmäßige Kundgebungen von #PulseofEurope!

Heute, an einem sonnigen Frühlingstag war die Auftaktveranstaltung der offiziellen Gruppe in Bochum. Hier einige Impressionen:

Ich bin für Europa!

Ca. 500 Menschen waren auf den Platz des europäischen Versprechens gekommen, um für Europa Flagge zu zeigen.

Flagge!

Eine Menschenkette singt die Europahymne.

# PulseofEurope ab Sonntag in Bochum

Als bekennender Europäer bin ich besonders froh darüber, dass sich auch in Bochum Menschen gefunden haben, die ab Sonntag, dem 2. April eine wiederkehrende Kundgebung für Europa organisieren!

Es geht dieses Mal nicht darum, „gegen etwas“ zu demonstrieren, sondern sich für ein freiheitliches, demokratisches und friedliches Europa einzusetzen! Dazu treffen sich gleichgesinnte Menschen

ab Sonntag, dem 2. April um 14:00 Uhr auf dem Platz des europäischen Versprechens an der Christuskirche in der Bochumer Innenstadt.

Die Europäische Union ist eine Wertegemeinschaft, die seit über 60 Jahren den Frieden und Wohlstand für über 500 Millionen Menschen in derzeit 28 Mitgliedsstaaten sichert. Nationale Interessen werden im Konsens aller Mitglieder so weit wie möglich gesichert, daher muss den Bestrebungen, diese Union aufzulösen etwas entgegengesetzt werden!

Sicher ist die derzeitige Union nicht perfekt; daher gibt es auch Forderungen, sie weiter zu entwickeln. Diese (und weitere Informationen zur Bewegung) findet man auf der Seite: www.pulseofeurope.eu.

Ich möchte weiter in einem vereinten Europa leben und werde am Sonntag dafür auf dem Platz des europäischen Versprechens „Flagge“ zeigen.

Let’s be the Pulse of Europe in Bochum!

Schweinefilet mit Chorizo-Kern im Speckmantel

Bereits vor längerer Zeit hatte ich als „Last-Minute-Rezept“ ein Essen für mehrere Personen gepostet, welches sich auch gut vorbereiten lässt. Nun habe ich es mal wieder nachgebaut, aber leicht verändert. Da den Gästen die „neue“ Version ebenfalls sehr gut geschmeckt hat, gibt es dazu jetzt eine bebilderte Anleitung.

Die Zutaten für 8 gute Esser sind:

  • 8 Schweinefilets (ganze Filets, also nicht nur die Spitzen, die oft im Angebot verkauft werden)
  • 1 Chorizo sarta (also die „scharfe“ Variante)
  • 400 – 500 gr. geräucherter Schinken (ich hatte Schwarzwälder, Bacon würde aber auch gehen)
  • 2 Dosen Champignons (die kleinen Köpfe, größere müssen dann in Scheiben geschnitten werden)
  • 1 Tube Tomatenmark
  • ca. 5 Becher Sahne

Die Zubereitung:

Die Schweinefilets werden mit einem Schnitt versehen und aufgeklappt; dabei werden sie aber nicht ganz durchgeschnitten!

eine Tasche in die Filets schneiden

Die Chorizo wird von der „Pelle“ befreit und in möglichst lange Streifen geschnitten. Diese werden in die aufgeschnittenen Filets eingelegt

Streifen der Chorizo in den Schnitt legen

Dann werden die Filets schön mit dem Schinken eingewickelt. Das Ende etwas einklappen und „einbinden“, dann erhält man eine schöne gleichmäßige Form und das Fleisch gart gleichmäßiger. Das Fleisch muss nicht gewürzt werden! Der Schinken und die Chorizo geben genug „leckeren“ Geschmack!

Filets wieder schließen und in den Schinken wickeln

Die 8 Filets (sie wogen zusammen knapp über 2 Kilo) füllten dann die große Koncis-Form vom großen schwedischen Möbelhaus

Eine große Auflaufform „voll“ Fleisch

Nun werden die Champignons dazu gegeben – ich habe noch die restliche Chorizo in Würfel geschnitten und ebenfalls in die Form gegeben. Dann habe ich die Filets doch noch mit etwas Pfeffer gewürzt.

Nun wird die Sahne mit dem Tomatenmark verrührt. Falls Ihr die Menge an Fleisch reduziert habt und eine kleinere Form benutzt, reicht weniger Sahne, ansonsten reichen hier 5 Becher. Dann die Flüssigkeit über die Filets gießen

Die Tomaten-Sahne-Sauce über das Fleisch geben

Damit sind die Vorbereitungen beendet. Ich habe die Koncis auf den kalten Balkon gestellt, im Sommer gehört das Fleisch natürlich in den Kühlschrank.

Ca. 1 1/2 Stunde, bevor die Gäste abgefüttert werden sollen könnt Ihr den Backofen (200°C Ober-und Unterhitze) oder die Grillkugel (indirekt) vorbereiten und die Form in den Ofen / die Kugel stellen. Ist das Fleisch gar, kann man es auf die bereitstehenden Teller hieven. Als Richtwert für die evtl. zu messende Kerntemperatur sollten 78 – 80°C angepeilt werden. Wenn die Fleischqualität „stimmt“ sollten die Filets nicht trocken geworden sein.

aufgeschnitten und auf den Teller damit!

Als Beilage passen Kritharaki (die kleinen griechischen Reisnudeln) aber auch Bandnudeln oder Reis und ein gemischter Salat.

Kritharaki passen sehr gut als Beilage

Fazit:

Das ganze ist sehr stimmig durch das Räucheraroma des Schinkens, die leichte Schärfe der Chorizo und die „süffige“ Sauce, die eine leichte Süße durch das Tomatenmark mitbringt. Da sich das Gericht gut vorbereiten lässt, hat man(n) auch Zeit, sich um die Gäste zu kümmern.